Vor 4,5 Milliarden Jahren entstand unsere Erde. Jetzt haben Forscher die Fossilien von mehrzelligen Organismen entdeckt, die schon 2,1 Milliarden Jahre alt sind. Eine Sensation. Ging die Wissenschaft doch bisher davon aus, dass sich der Übergang von unbelebter zu belebter Materie, erst 200 Millionen Jahre später vollzogen hat. Bis zu zwölf Zentimeter lange Organismen, spürten französische Forscher in Westafrika auf und konnten sie einer Zeit zuordnen, in der man bisher nur die ersten einzelligen Lebewesen vermutet hatte. Insgesamt 250 dieser Fossilien fanden die Wissenschaftler vor Ort, deren Struktur in Schwarzschiefer verewigt wurden waren. Auch unterscheiden sich Diese schon in Form und Größe voneinander.

Die Umweltbedingungen, unter denen diese bisher ältesten gefundenen Organismen damals lebten, waren wesentlich schlechter, als die Heutigen. Zwar war der Sauerstoffgehalt schon deutlich gestiegen, doch die Zusammensetzung der Gashülle um die Erde war immer noch hoch giftig. Da so viele von diesen versteinerten Fossilien an gleicher Stelle gefunden wurden, gehen die Wissenschaftler davor aus, dass es sich um Kolonien von Mikroben handelt, wie sie in großen Algenmatten auch heute noch vorkommen. Das können jedoch nur Lebewesen, die schon über eine Möglichkeit verfügen, sich untereinander mit Signalen zu verständigen.