Fast 4,3 Millionen Menschen in China ohne Trinkwasser

Von Autor, 29. Juli 2010 21:03

Nach Angaben staatlicher Medien wurden nach starken Regenfällen und Überschwemmungen Fässer explosiver Chemikalien in einen Fluss unweit der Stadt Jilin gespült. Nach Jilin, im nordosten Chinas, wurde so über einen Tag lang die Wasserversorgung unterbrochen. Die Behörden bestreiten jedoch einen konkreten Zusammenhang mit dem Regenfällen und bedauern die Trinkwasserunterbrechung für die 4,3 Millionen Anwohner. Insgesamt handelte es sich um 7000 Fässer, die in den Songhua-Fluss gespült wurden, zum Glück waren die meisten jedoch leer. Ungefähr 3000 Fässer hatten insgesamt 500 Tonnen Chlormethan geladen und Berichten zufolge war in einigen Fäsern Chemikalien, die bei Kontakt mit Wasser zur Säure werden, geladen. Nachdem die örtliche Umweltschutzbehörde versicherte, dass keine Verseuchung vorliegt, wurde die Trinkwasserleitung wieder freigegeben, nachdem dieses Unglück laut Behörden auch “nur” an elektrischen Wartungsarbeiten liege. Die Wasserversorgung in China wurde bereits vor fünf Jahren schon einmal unterbrochen. Damals betraf es die Nachbarprovinz Heilongjiang, die nach der Explosion einer Benzolfabrik, wegen Seuchengefahr tagelang ohne Trinkwasser auskommen mussten.

Plankton in den Ozeanen wegen der Erderwärmung stark rückläufig

Von Autor, 28. Juli 2010 18:52

Plankton bildet die Nahrungsgrundlage für alle Meerestiere. Die Masse an Phytoplankton ging in den vergangen 60 Jahren um fast 40 Prozent zurück. Dei Forscher der Universität Dalhousie in der kanadischen Provinz Neuschottland bestätigen den Rückgang an einer Studie, die auch beweist, dass dies unmittelbar mit der Erderwärmung zusammenhängt. “Phytoplankton produziert die Hälfte des Sauerstoffs, den wir atmen, es reduziert den Gehalt an CO2 und ist letztlich auch ausschlaggebend für den Fischfang“, so der Co-Autor Boris Worm. Die Studie arbeitete mit den neuesten Technologien mit historischen Messtechniken. Heute liefern Satellitenbilder exakte Angaben über die Biosphäre der Meere. Solche Satellitenaufzeichnungen gibt es jedoch leider erst seit den 90er Jahren. Für die Zeit davor, haben die Forscher eine Technik angewandt, die im 19. Jahrhundert entwickelt wurde. Dazu haben sie eine weiße Scheibe regelmäßig im Meereswasser versenkt, bis sie nicht mehr zu sehen war. Diese ergab Hinweise auf das Licht, das durch die oberen Wasserschichten gelangte. Die Aufzeichnungen darüber geben ziemlich genau die Konzentration von Chlorophyll an, das im Phytoplankton enthalten ist.

Kreidefelsen bricht auf Rügen ab

Von Autor, 28. Juli 2010 18:51

Am frühen Dienstagabend waren nach einem Küstenabbruch im Nordosten der Ostseeinsel Rügen etwa 400 Kubikmeter Erdreich und Kreide abgestürzt. Eine Spaziergängerin hatte die Polizei verständigt, nachdem sie den Absturz unmittelbar mitbekam. Ihrer Aussage nach haben sich mehrere Fußgänger an dem 20 Meter langen Strandabschnitt befunden. Die Polizei ordnete deshalb die Suchaktion an. Feuerwehren und Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks begannen danach mit Grabungen in der vier Meter hohen und fünf Meter breiten Aufschüttung. Um schneller an die Verschütteten zu gelangen, wurden zwei Spürhunde aus Greifswald eingeflogen. Wegen weiteren Erdbewegungen mussten die Maßnahmen aus Sicherheitsgründen mit Einbruch der Dunkelheit unterbrochen werden. Vermisstenmeldungen liegen laut Polizei nicht vor, auch sonst gibt es keine Hinweise auf Verschüttete, deshalb wurden die Suchmaßnahmen am Mittwoch nicht weitergeführt. Doch laut Polizei wollten die Behörden am Vormittag die Abbruchstelle prüfen und die Absperrung des betroffenen Steilküstenabschnitts an den Wissower Klinken nahe Sassnitz vorbereiten.

Ozon verursacht Streß

Von Autor, 26. Juli 2010 13:05

Bei erhöhten Ozonwerten, schlagen nicht nur Umwelt-und Klimaschützer Alarm. Vor allem Mediziner wissen, dass dadurch der Ausbruch verschiedener Krankheiten gefördert wird. Kopfschmerzen, Atemschwierigkeiten, Schwindel-und Schwächegefühle sind nur Symptome dafür. Ratten, die mehrere Tage hintereinander stärkeren Ozonwerten ausgesetzt waren, hatten eine wesentlich höhere Dosis von Streßsignalstoffen im Herz gespeichert, die bei zu starker Belastung zu Entzündungen führen. Ozon ist ein natürliches Gas, dass die Durchlässigkeit für Sonnenstrahlung verringert und so unsere Haut vor allzu starker, Krebsfördernder Strahlung schützt. Kommt es aber zu bodennahem Ozon, dass sich bei starker Wärme aus Stickoxiden bildet, dann erhöht es meist unbemerkt die Produktion von Streßhormonen. Streß wird von uns nur ungern als Krankheitsursache tatsächlich anerkannt.

Das Problem dabei ist, dass wir im Gehirn ein ausgewogenes System haben, dass auf der einen Seite die für uns notwendigen Streßhormone produziert und gleichzeitig auch für den regelmäßigen Abbau der Streßhormone sorgt. Eine zu hohe Konzentration des Hormons verursacht jedoch nicht nur Entzündungen der Organe, es zerstört auch nach und nach den Teil unseres Gehirns, der für die Produktion der Streßhormon-Killer zuständig ist. Ein Teufelskreis, der einmal in Gang gesetzt schwer zu durchbrechen ist.

Atomkraftgegner demostrieren wieder

Von Autor, 26. Juli 2010 11:35

Zu einer weiteren Demonstration, gegen die Nutzung der Atomenergie, versammelten sich am Sonntag Atomkraftgegner in Lubmin und Greifswald. Anlass waren die Pläne, noch in diesem Jahr im Zwischenlager Lubmin Nord, neun Castoren aus Südfrankreich und Karlsruhe abzuliefern. In Lubmin stand eines der beiden Kernkraftwerke der damaligen DDR und das Gelände wird seit seiner Stilllegung als Lager für Atommüll verwendet. Ursprünglich sollten jedoch nur die strahlenden Abfälle aus den beiden abgerissenen DDR-Kraftwerken dort gelagert werden. Wegen der immer geringer werdenden Möglichkeiten der sicheren Lagerung von Atommüll, sowie der sinkenden Akzeptanz in der Bevölkerung, werden die vorhandenen Deponien, auch für den Müll anderer Kraftwerke genutzt. Eine zusätzliche Belastung, die weder vereinbart, noch Sicherungstechnisch untersucht worden ist. Die Standortwahl für strahlenden Restmüll wird immer schwieriger und finanziell aufwändiger. Die deutschen Energiekonzerne sollten einsehen, dass der Endverbraucher immer stärker auch auf die Art der Erzeugung seines Stromes achtet und die Atomenergie langfristig in Deutschland keine Zustimmung mehr erhält.