Category: Forstwirtschaft

Der Wolf soll ins Jagdrecht aufgenommen werden

Von Autor, 24. April 2010 18:20

Der Umweltminister Frank Kupfer möchte den Wolf in das Jagdrecht aufnehmen. Mit dieser Aufnahme möchte Kupfer einer Forderung des Landesjagdverbandes nachkommen. Für eine Bejagung ist die Zahl der Wölfe mit 110 Tieren zu klein, deshalb ist ein abschießen der Wölfe grundsätzlich ausgeschlossen. Kupfer betonte aber, dass sich am Schutzstatus des Wolfes nichts ändern würde. Die Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht ist allerdings auch an Bedingungen geknüpft. So sollen zur Unterstützung des bisherigen Wolfsmanagment mindestens fünf Jäger pro Landkreis ausgebildet werden. die Vorkommen der Wölfe zu melden und bei Begutachtung von Tierrissen festzustellen, ob diese durch einen Wolf geschehen sind. Kupfer verwies auch auf andere geschützte Tiere, die zwar im Jagdrecht erfasst sind, aber keinesfalls gejagt werden dürfen, wie Luchs, Fischotter und zahlreiche Greifvögel.

Ausnahmen zum Abschuss bei den Wölfen, wie auch bei anderen seltenen Tierarten werden auch künftig nur mit Genehmigung der Naturschutzbehörden in Abstimmung mit dem Ministerium bei auffälligen Tieren möglich sein.

Stirbt die Fichte aus?

Von Autor, 30. März 2007 00:53

Man möchte meinen es klingt Paradox was die Waldbesitzer in den letzten Wochen verkündet haben. Bei gefährdeten Nadelbaumarten wird doch wenn dann meist die Weißtanne genannt. Und nun soll die Fichte vom Aussterben bedroht sein? Eine Baumart, die in Deutschlands Waldfläche gegenüber des natürlichen Vorkommens (PNV) stark überrepräsentiert ist.
Doch da haben die Waldbesitzer recht, denn dieser Schein trügt. Die Fichte kommt bei uns immer noch in großen Reinbeständen vor. Durch den zunehmenden Klimawandel bekommen die Feinde der Fichte – der Borkenkäfer – einen mächtigen Populationsschub. Gerade die Fichten in Reinbeständen wären hier für potentielle Kalamitäten ein gefundenes Fressen.
Den Klimawandel wird man wohl nicht mehr komplett aufhalten können. Daher sollten sich die Waldbesitzer frühzeitig an einen Waldumbau in Richtung Mischwald und enger Anlehnung an die PNV setzen. Nur so gibt man den möglichen Gefahren einen kleineren Angriffspunkt.

Niedersachsen mit besseren Schutz gegen Borkenkäfer

Von Autor, 15. März 2007 23:04

Die Niedersächsischen Landesforsten testen nach dem Orkan Kyrill ein neues Verfahren um die geworfenen Bäume zu konservieren, um diese so gegen Bakterien und den Borkenkäfer besser zu schützen und den Holzmarkt zu entlasten. Dabei werden die Bäume in Stapel mit Folien zu Pakte eingetütet. Die Forst- und Holzwirtschaft gewinnt so mehr Zeit für die noch mögliche Vermarktung der Bäume ohne einen Wertverlust und Kalamitätsgefahr.

Astlochrichtlinie abgeschafft

Von Autor, 15. März 2007 22:31

Keine Zweifel – in der EU gibt es sicherlich einige unnötige Richtlinien. Im Zuge des Bürokratieabbaus wurde nun die umstrittene Astlochrichtlinie, die regelt wie viele Astlöcher ein Brett haben darf, abgeschafft.
Eins wurde diese durch die BRD in der EU durchgeboxt. Eine Anwendung fand sie wenn dann nur in der Bundesrepublik. Wirklich nachtrauern möchte niemand dieser Richtlinie. Gut so.

Sachsenforst vor weiterer Reform?

Von Autor, 9. März 2007 16:41

Es sieht ganz so aus, dass der erst 2006 gegründete Staatsbetrieb Sachsenforst vor einer weiteren größeren Reform steht. Die sächsischen Landesregierung möchte zum 1. Juli 2008 eine Verwaltungs- und Funktionalreform anstreben.
Dadurch würden einige Teilaufgaben auf Ebene der Landkreise und Kreisfreien Städte übertragen werden. Dazu gehören unter anderen die Beratung und Betreuung der privaten und körperschaftlichen Waldbesitzer, Teile der Aufgaben als Forstbehörde zum Vollzug des Sächsischen Waldgesetzes und weitere hoheitliche Aufgaben.
Zur Zeit formiert sich ein breites Bündnis aus Waldbesitzern, Unternehmern und Gewerkschaften gegen diese Reform. Änderungen im Detail sind daher immer noch sehr wahrscheinlich.