Category: Umwelt

Älteste Fossilien entdeckt

Von Autor, 1. Juli 2010 19:37

Vor 4,5 Milliarden Jahren entstand unsere Erde. Jetzt haben Forscher die Fossilien von mehrzelligen Organismen entdeckt, die schon 2,1 Milliarden Jahre alt sind. Eine Sensation. Ging die Wissenschaft doch bisher davon aus, dass sich der Übergang von unbelebter zu belebter Materie, erst 200 Millionen Jahre später vollzogen hat. Bis zu zwölf Zentimeter lange Organismen, spürten französische Forscher in Westafrika auf und konnten sie einer Zeit zuordnen, in der man bisher nur die ersten einzelligen Lebewesen vermutet hatte. Insgesamt 250 dieser Fossilien fanden die Wissenschaftler vor Ort, deren Struktur in Schwarzschiefer verewigt wurden waren. Auch unterscheiden sich Diese schon in Form und Größe voneinander.

Die Umweltbedingungen, unter denen diese bisher ältesten gefundenen Organismen damals lebten, waren wesentlich schlechter, als die Heutigen. Zwar war der Sauerstoffgehalt schon deutlich gestiegen, doch die Zusammensetzung der Gashülle um die Erde war immer noch hoch giftig. Da so viele von diesen versteinerten Fossilien an gleicher Stelle gefunden wurden, gehen die Wissenschaftler davor aus, dass es sich um Kolonien von Mikroben handelt, wie sie in großen Algenmatten auch heute noch vorkommen. Das können jedoch nur Lebewesen, die schon über eine Möglichkeit verfügen, sich untereinander mit Signalen zu verständigen.

Leichtes Erdbeben im Rhein-Main-Gebiet

Von Autor, 29. Juni 2010 20:45

In der Nacht von Montag auf Dienstag ereignete sich nordwestlich des Frankfurter Flughafens ein Erdbeben mit einer Stärke zwischen 3,2 und 3,4 auf der Richterskala. Jedoch besteht kein Grund zur Besorgnis. Für diese Region ist ein solches Beben nicht ungewöhnlich. Selbst die Frankfurter Feuerwehr musste in der Nacht nicht ausrücken. Die eingehenden Anrufer konnten am Telefon beruhigt werden. Durch die Erschütterungen wurde keiner verletzt und es konnten auch keine nennenswerten Schäden verzeichnet werden.

Höhere Steuern für Atomkraft

Von Autor, 28. Juni 2010 15:24

Unabhängig von der Entscheidung über eine Verlängerung der Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke, plant die Bundesregierung im Rahmen ihres großen Sparpaketes eine Erhöhung der Steuer für die Betreiber der Atomkraftwerke. Betroffen davon sind RWE, E.on, Vattenfall und EnBW. Mit dieser „Brennelemente-Steuer“ sollen die Kosten für die Lagerung und Sicherung des atomaren Abfalles gedeckt werden. Schwierig bei der Erhebung dieser, sicher angemessenen Steuer ist, dass die ehemalige Rot-Grüne Regierung, im Rahmen des Beschlusses über den Ausstieg aus der Atomenergie, den Betreibern zugesichert hatte, sie nicht mit einer Erhöhung der Steuern weiter zu belasten. Daran fühlt sich die CDU/FDP-Regierung nach Prüfung der Verträge allerdings nicht gebunden, da es sich bei dieser Zusage nicht um einen Teil des Vertrages, sondern nur um eine einseitige politische Verabredung, durch die ehemalige Regierung handelt. Einen Widerspruch zur Verfassung sieht Vize-Regierungssprecherin Sabine Heimbach nicht und sie erklärt: “Die Festlegung auf die Steuer ist endgültig“.

2,3 Milliarden Euro pro Jahr, soll die neue Steuer einbringen. Natürlich ist eine ‘Atomenergiesteuer‘, die explizit für die Beseitigung des verursachten Abfalls erhoben wird sinnvoll und notwendig. Allerdings hofft die amtierende Regierung auch, durch die von ihr gewünschte Verlängerung der Atommeiler-Laufzeiten, langgfristig noch wesentlich höhere Summen einnehmen zu können. Das wäre jedoch die Entscheidung für einen sehr kurzfristigen Nutzen, denn die sichere Lagerung der strahlenden Brennstäbe werden noch Kosten verursachen, wenn die Nutznießer dieser politischen Maßnahme längst vergessen sind.

Imker in New York

Von Autor, 25. Mai 2010 13:46

Unter „wilde, grausame, ungestüme und gefährliche Tiere“, fielen bis vor wenigen Wochen, laut Gesundheitsamt der Stadt New York auch die Bienen, weshalb ihre Haltung ebenso untersagt war, wie die Haltung von Kobras oder Hyänen. Doch als 2007 ein Massensterben der Bienen in Amerika auftrat, ausgelöst durch veränderte Umweltbedingungen und die Einkreuzung der sogenannten Afrikanischen Killerbiene, ignorierten viele New Yorker das Gesetz. Überall in der Stadt entstanden kleine Bienenzuchten. In Hinterhöfen, auf Balkonen und Hausdächern wurden Bienenstöcke aufgestellt. Die angedrohte Strafe von 2000 Dollar hielt die Tierfreunde nicht auf. Sogar Radio City Music Hall und das Natural History Museum hielten sich Bienenstöcke. Die Kosten wurden durch den Verkauf des Honigs gedeckt – und überraschenderweise, löste das einen regelrechten Run auf „Großstadthonig“ aus. Je ausgefallener die Standorte, desto mehr Geld waren die Käufer bereit zu zahlen. Inzwischen haben auch andere Großstädter die Chance erkannt. So erzielt „Pariser Honig“ einen Preis von 15 Euro, für ein 125-Gramm-Glas. Auch in Deutschland haben die Stadtimker inzwischen Einzug gehalten. Auf dem Dach des Museums für moderne Kunst in Frankfurt, hat die Künstlergruppe „Finger“ eine kleine Imkerei installiert. Hier wird nicht nur Honig produziert, es gibt auch Führungen, Vorträge und Workshops für Kinder.

Und die New Yorker Bienen, wurden aus der Liste der „wilden, grausamen und gefährlichen Tiere“ gestrichen.

Neues Oderhochwasser in Sicht

Von Autor, 18. Mai 2010 20:38

Nach Daten des Brandenburger Landesumweltamtes vom Dienstag sind am südlichsten polnischen Oder-Pegel in Miedonia die Pegelstände innerhalb von 24 Stunden um 2 Meter auf 8,83 Meter gestiegen. Bereits am Tag zuvor ist der Pegelstand um 1,69m gestiegen. Ein Hochwasserausruf erfolgt in Miedonia bereits ab 6,00m. Polnische Politiker sprechen schon jetzt von einer vergleichbaren Situation, wie bei dem extremen Hochwasser von 1997. Damals lag der Pegelstand bei 10,45m. Deutsche Politiker sehen das Hochwasser dieses Jahr eher gelassen und wollen keinen Vergleich zulassen. Im südlichsten deutschen Oderteil liegt der Pegelstand sogar noch 67 Zentimeter unterhalb des Richtwerts für die unterste Alarmstufe. In Polen dagegen haben fast alle Pegelstände die Richtwerte hierfür erreicht. Doch laut Prognosen werden die ersten Hochwasserwellen in Deutschland zum Pfingswochenende erwartet.