Wissenschaft

CO²-Ausstoß steigt weiter

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Im Vergleich mit dem Vorjahr, ist der CO2-Ausstoß 2012 etwas langsamer gestiegen. Statt um 2,9 Prozent, wie 2011, erhöhten sich die CO2-Emissionen im vergangenen Jahr nur um 1,1 Prozent. die Niederländische Umweltprüfbehörde (PBL) analysierte die Entwicklung und stellte fest, dass die verstärkte Nutzung von Wasserkraft in China und die Schiefergasnutzung in den USA maßgeblich dabei halfen, den Ausstoß zu verringern. “Die Entwicklung zeigt einen Wandel zur geringeren Verwendung fossiler Treibstoffe hin zu mehr erneuerbarer Energie und Energiesparen”, erklären die Beamten der PBL. Dennoch wurden im vergangenen Jahr 34,5 Milliarden Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre geblasen – ein neuer Negativrekord. In China stieg der CO²-Ausstoß, trotz der Inbetriebnahme neuer Wasserkraftwerke, aufgrund des rasanten Wirtschaftswachstums, um fast 10 Milliarden Tonnen. Positiver gestaltet sich die Entwicklung in Europa. Hier sank der Gesamtausstoß von CO² um 1,6 Prozent, was allerdings auch auf die schwächelnde Wirtschaft zurückzuführen ist, wodurch weniger Energie benötigt wurde. Das Verbrennen fossiler Energieträger ist, mit 90 Prozent, noch immer die Hauptursache des globalen CO²Ausstoßes.

Offshore-Windparks als künstliche Riffe?

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Meereswindkraftanlagen produzieren nicht nur Ökostrom, sie können durch ihre stabilen Fundamente im Meer, auch die Artenvielfalt fördern. Das ergab eine aktuelle Untersuchung des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (Gewässervermessung). Die hauptsächlich aus Beton bestehenden Fundamente bieten künstliche Riffe. Dort können sich zuerst Algen, Wassermoose und in ihrem Gefolge Muscheln, Seesterne, Seeanemonen und Fische ansiedeln. Die vor dem Bau der ersten Offshore-Windkraftanlagen befürchtete Gefahr für Wassersäugetiere und Vögel, hat sich dagegen nicht bestätigt. “Die Bewegungen und Beleuchtungen der Windenergieanlagen scheinen die Vögel zu verscheuchen. Das senkt das Kollisionsrisiko erheblich”, erklärt ein Sprecher des Seeschifffahrtamtes. Dafür war der Windpark “Alpha Ventus”, 45 Kilometer vor Borkum und seine Auswirkungen auf das Ökosystem untersucht worden. Er ist der erste in Deutschland betriebene Offshore-Windpark, der seit 2010 Strom produziert. Inzwischen wurden über zehn weitere Windparks in Bau oder Betrieb genommen und 30 weitere genehmigt. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie hat dabei die Aufgabe, die Umweltschutzmaßnahmen zu überwachen.

Das Bevölkerungswachstum geht rasant weiter

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Einer aktuellen Extrapolation des französischen Demografieforschungsinstituts Ined zufolge, werden im Jahr 2050 bereits 9,7 Milliarden Menschen auf der Welt leben. Derzeit sind es rund 7,1 Milliarde. Bis zum Ende des Jahrhunderts wird die Zahl bereits auf 11 Milliarden gestiegen sein, wenn nicht vorher Möglichkeiten entwickelt werden, um das rasante Bevölkerungswachstum zu bremsen. Das aktuell bevölkerungsreichste Land ist China, mit 1,3 Milliarden Menschen. Entgegen früherer Befürchtungen, wird die Zahl vermutlich stagnieren. Das liegt einerseits an der strengen Geburtenkontrolle, die nur ein Kind pro Paar erlauben. Zwar sind Sondergenehmigungen möglich, doch diese sind teuer. Dazu kommt, dass sich mit dem Wirtschaftswachstum auch die Lebensbedingungen in China verbessern und die Erfahrungen in Europa und Amerika zeigen, dass die Geburtenrate parallel zum steigenden Lebensstandard sinkt. Dagegen wird für Indien, das derzeit eine Bevölkerung von 1,2 Millionen aufweist, bis 2050 eine Steigerung auf 1,6 Milliarden erwartet. Für Afrika, mit aktuell 1,1 Milliarden Menschen, errechneten die Demografen sogar eine Verdoppelung, auf 2,5 Milliarden Einwohner. Dort liegt die Geburtenrate bei durchschnittlich 4,8 Kindern, pro Frau – der globale Durchschnitt dagegen nur bei 2,5. Die staatliche Geburtenkontrolle Chinas wird von Menschenrechtlern oft kritisiert. Allerdings ist sie auch erfolgreich und nichts zu tun, wird die humanitären Probleme nur verlagern, nicht lösen.

Wälder speichern weniger CO2

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In Deutschland gibt es festgelegte Quoten für die Landverteilung. Jedes Bundesland, jede Gemeinde, hat eine genaue Vorgabe dafür, wie das vorhandene Land genutzt werden darf. Es ist exakt vorgeschrieben, wie viel Fläche als Bauland, als Acker, als Weide- Brachland oder Wald vorhanden sein muss. Um das zu gewährleisten, sind vor jeder Änderung der Nutzung einer Fläche entsprechende Genehmigungen zu beantragen. Diese werden nur dann erteilt, wenn zeitgleich mehrere Landbesitzer ihre Nutzungsart ändern wollen. Auf die Art bleibt immer der vorgeschriebene Anteil an Wald- und Nutzfläche erhalten. Prinzipiell eine vernünftige Handhabung, die jedoch nicht ausreichend ist, wie eine Untersuchung des Klimaforschers Gert-Jan Nabuurs, von der niederländischen Universität Wageningen, ergab. Demnach ist in den vergangenen Jahrzehnten die CO²-Speicherleistung unserer europäischen Wälder rückläufig – unabhängig von ihrer Größe. Bäume speichern tagsüber Kohlendioxid und nutzen dieses zum wachsen. Dadurch “reinigen” sie die Atmosphäre und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts. Allerdings ist es ein großer Unterschied, ob ein Baum zehn Jahre, oder fünfzig Jahre alt ist. Obwohl die Wälder in Europa flächenmäßig in den vergangenen Jahren zugenommen haben, steht inzwischen für die CO²-Speicherung viel weniger Blattwerk zur Verfügung, da ein Großteil der Wälder aus Jungschonungen besteht, also sehr jungen Bäumen, die aufgrund ihrer geringeren Größe auch weniger Kohlendioxid verbrauchen. Wälder befinden sich heute fast ausschließlich in Privatbesitz, weshalb sie nur so lange stehen bleiben, bis die Bäume groß genug sind, um gewinnbringend verkauft werden zu können. Zwar werden diese sofort wieder aufgeforstet, doch ein fünfzig Zentimeter kleiner Setzling kann natürlich nicht die selbe “Reinigungsleistung” erbringen, wie ein zwanzig oder dreißig Jahre alter Baum. Der Forscher fordert deshalb, als Fazit seiner Untersuchung, ein umdenken bei der Nutzung der Wälder und den besonderen Schutz, der wenigen, noch vorhandenen alten Baumbestände. Nützen werden seine Forderungen allerdings nicht viel, denn der Bedarf an Holz ist hoch und Waldbesitzer haben naturgemäß kein Interesse daran, auf ihren Gewinn zu verzichten. Alternativ wäre eine Erhöhung des staatlichen Anteils an Wald möglich, wofür jedoch wiederum das nötige Geld in der Haushaltskasse fehlt.

Sachstandsbericht des Weltklimarats mahnt zum handeln

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Der Weltklimarat IPCC hat inzwischen erste Inhalte des Entwurfs seines Sachstandsberichtes bekannt gegeben. Demnach beweist der Bericht eindeutig, dass allein der Mensch den aktuellen Klimawandel verursacht. Dies wurde, in der Vergangenheit, immer wieder von ‘Klimaskeptikern’ bezweifelt, die den Klimawandel als natürliche Schwankung behandeln und deshalb eine Verringerung des Kohlendioxydausstoßes für unnötig halten. Die analysierten Daten zeigen jedoch, dass die Erderwärmung gleichzeitig mit der industriellen Produktion, ab dem 20. Jahrhundert, rasant wuchs. Der IPCC rechnet damit, dass der Meeresspiegel, bis zum Ende des Jahrhunderts, um 90 Zentimeter ansteigen wird. Der Anstieg des Meeresspiegels verstärkt noch die erwarteten Konsequenzen der Klimaänderung, auf die, so die Ansicht der Klimawissenschaftler, noch kein Land wirklich vorbereitet ist. Gerechnet wird mit einer Häufung von Hitzewellen, Überschwemmungen, Waldbränden und schweren Stürmen. Für den Sachstandsbericht wurde Daten und Forschungsergebnisse aus der ganzen Welt zusammengetragen und von hunderten Wissenschaftlern ausgewertet. Bis zum Ende September soll der komplette Bericht veröffentlicht werden. Der IPCC hofft, dass die Politik bei der Wirtschaftsplanung, für die kommenden Jahre, auch die dort aufgeführten Fakten berücksichtigen wird.

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