Unter „wilde, grausame, ungestüme und gefährliche Tiere“, fielen bis vor wenigen Wochen, laut Gesundheitsamt der Stadt New York auch die Bienen, weshalb ihre Haltung ebenso untersagt war, wie die Haltung von Kobras oder Hyänen. Doch als 2007 ein Massensterben der Bienen in Amerika auftrat, ausgelöst durch veränderte Umweltbedingungen und die Einkreuzung der sogenannten Afrikanischen Killerbiene, ignorierten viele New Yorker das Gesetz. Überall in der Stadt entstanden kleine Bienenzuchten. In Hinterhöfen, auf Balkonen und Hausdächern wurden Bienenstöcke aufgestellt. Die angedrohte Strafe von 2000 Dollar hielt die Tierfreunde nicht auf. Sogar Radio City Music Hall und das Natural History Museum hielten sich Bienenstöcke. Die Kosten wurden durch den Verkauf des Honigs gedeckt – und überraschenderweise, löste das einen regelrechten Run auf „Großstadthonig“ aus. Je ausgefallener die Standorte, desto mehr Geld waren die Käufer bereit zu zahlen. Inzwischen haben auch andere Großstädter die Chance erkannt. So erzielt „Pariser Honig“ einen Preis von 15 Euro, für ein 125-Gramm-Glas. Auch in Deutschland haben die Stadtimker inzwischen Einzug gehalten. Auf dem Dach des Museums für moderne Kunst in Frankfurt, hat die Künstlergruppe „Finger“ eine kleine Imkerei installiert. Hier wird nicht nur Honig produziert, es gibt auch Führungen, Vorträge und Workshops für Kinder.

Und die New Yorker Bienen, wurden aus der Liste der „wilden, grausamen und gefährlichen Tiere“ gestrichen.