Immer häufigere schießen Jäger Tiere wie beispielsweise Waschbären, die erst in den vergangenen Jahren nach Deutschland eingeschleppt oder hier ausgesetzt wurden. Allein von der Nilgans wurden in der letzten Jagdsaison mit 11.000 Tieren rund 90 Prozent mehr Nilgänse erlegt, als vor fünf Jahren. Auch die Zahl der erlegten Waschbären stieg in diesem Zeitraum um 54 Prozent, auf 71.000. Die Zahlen belegen, wie gut sich die „Einwanderer“ in unserer Natur integriert haben. Allerdings ist nicht nur die Zahl an Exoten in Deutschland gestiegen. Auch die Populationen unserer einheimischen Tiere stieg im vergangenen Jahr an, wie der Jagdschutzverband mitteilte. So erlegten Jäger bundesweit über 1,1 Millionen Rehe, 402.000 Wildschweine und mehr als 130.000 Mal Damm- und Rotwild. Als Grund nimmt der Verband ein höheres Nahrungsangebot an. So vergrößerten Landwirte die Anbaufläche für Mais von 15.000 Quadratkilometer auf 25.000. Gerade Maisfelder sind beliebte und einfache Futterstellen für Wildschweine. Ohne die regelmäßige Jagd würde sich die Zahl der Tiere in kürzester Zeit verdreifachen, warnt ein Sprecher des Jagdschutzverbands. Immer wieder wird von Tierschutzvereinen gefordert, die Jagd völlig einzustellen, da sich dadurch ein natürliches Gleichgewicht zwischen Jagd- und Beutetiere einstellen würde.