Aufgrund des hohen Drucks seitens etlicher Tier- und Umweltschutzvereine, hat die japanische Walfangflotte bis auf Weiteres den Walfang in der Arktis ausgesetzt. Nach Angaben eines Sprechers wurde bereits am 10. Februar der Fang abgebrochen, um die Sicherheit der Mannschaft gewährleisten zu können. Seit mehreren Monaten wird das Fangschiff von US-Umweltaktivisten verfolgt und bei Fangversuchen angegriffen. Dabei werden Farb- und Stinkbomben auf das Schiff geworfen und kleine Schnellboote zwischen die gejagten Wale und den Harpune-Schiffen platziert. Sprecher Tatsuya Nakaoku vom japanischen Fischereiamt gibt an: “Wir untersuchen derzeit die Situation und erwägen die Möglichkeit, die Mission vorzeitig zu beenden.” Eine endgültige Entscheidung über die Beendung des Walfangs wurde bisher aber noch nicht getroffen. Auch der Sprecher des Ministerpräsidenten Naoto Kan, Yukio Edano, bestätigt die Unterbrechung des Walfangs. Er bezeichnet die Aktivitäten der Umweltschützer als “extrem bedauerliche, wiederholte Sabotage”. Paul Watson, der Kapitän des Schiffes der amerikanischen Umweltschützer, sieht das ganz anders; “Wenn es stimmt, bestätigt es, dass unsere Taktik, unsere Strategien sinnvoll waren.” Auch der deutsche Meeresbiologe Ralf Sonntag begrüßt die Entscheidung Japans auf eine Unterbrechung des Walfangs; “Es ist Zeit, dass Japan endlich einsieht, dass der Walfang eine Industrie aus dem vergangenen Jahrtausend ist”.