Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland hat jetzt offiziell gefordert, dass die Subventionierung der Fleischindustrie beendet wird. Im Rahmen dessen wurde eine Studie vorgelegt die zeigt, dass Großschlachtereien Fördermittel der Europäischen Union in Millionenhöhe beziehen, ohne das dafür seitens der Unternehmen eine Gegenleistung erbracht wird. Weder Arbeitsplatzsicherung, noch Verbraucherschutz oder eine Entlastung für die Umwelt wird als Bedingung für die Vergabe der Fördermittel für Großunternehmen verlangt. Mit insgesamt einer Milliarde Euro werden Schlachtbetriebe in Deutschland von der EU subventioniert. Der Bund für Umwelt und Naturschutz kritisiert, dass durch die unkontrollierte Vergabe von Fördermitteln an die großindustrielle Tierproduktion der Umweltschaden den diese Firmen verursachen unterstützt wird. Außerdem wird dadurch der Wettbewerb verzerrt, weil kleinere Landwirte und Schlachtereien, die ohnehin schon Schwierigkeiten haben beim Preisdumping der Großbetriebe mithalten zu können, dadurch noch weiter benachteiligt werden. Das führt zur Schließung vieler kleiner und mittelständischer Betriebe und zu einer immer stärkeren Übernahme der gesamten Erzeugerkette landwirtschaftlicher Produkte durch Großkonzerne. “Es darf nicht sein, dass gegen den Willen der Betroffenen vor Ort mit weiteren Massentierhaltungsanlagen die Überproduktion noch verschärft wird”, erläutert die Agrarexpertin des Bundes für Umwelt und Naturschutz, Reinhild Benning. Agrarsubventionen dürfen nur vergeben werden, wenn dadurch die Standards für Tier- Umwelt- und Verbraucherschutz erhöht werden. Anders sind diese Subventionen auch für die Steuerzahler nicht nachvollziehbar und akzeptabel.