Erneut versucht ein deutscher Politiker, den vor Jahren begonnenen Wechsel zu erneuerbaren Energien zu verhindern. So forderte jetzt der amtierende EU-Energiekommissar Günther Oettinger, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien, insbesondere die Wind- und Solarkraft, reduziert werden sollte. Oettinger: “Den bisherigen Schweinsgalopp müssen wir stoppen. Ich rate zu einer Geschwindigkeitsbegrenzung beim weiteren Ausbau von Solar- und Windkraft.” Seiner, für die Regierung hoffentlich unmaßgeblichen Meinung nach, ist das Speicherproblem für Strom aus alternativen Energien zu groß, um zeitnah gelöst zu werden. “Daran wird sich in den nächsten zehn Jahren nichts ändern. Erst wenn man Strom speichern kann, kann Wind- und Solarkraft die ganze Zukunft gehören”, erklärte er in einem Interview mit der “Bild”-Zeitung. Statt dessen sollte die Regierung wieder verstärkt auf Braunkohle setzen, vorrangig aus marktwirtschaftlichen Gründen. Das gerade die Braunkohleverbrennung einen Großteil des klimaschädigenden CO² produziert und erst vor wenigen Tagen die Folgen des bereits stattfindenden Klimawandels auf der Klimakonferenz dargelegt wurden, scheint ihn nicht weiter tangiert zu haben.