Bei erhöhten Ozonwerten, schlagen nicht nur Umwelt-und Klimaschützer Alarm. Vor allem Mediziner wissen, dass dadurch der Ausbruch verschiedener Krankheiten gefördert wird. Kopfschmerzen, Atemschwierigkeiten, Schwindel-und Schwächegefühle sind nur Symptome dafür. Ratten, die mehrere Tage hintereinander stärkeren Ozonwerten ausgesetzt waren, hatten eine wesentlich höhere Dosis von Streßsignalstoffen im Herz gespeichert, die bei zu starker Belastung zu Entzündungen führen. Ozon ist ein natürliches Gas, dass die Durchlässigkeit für Sonnenstrahlung verringert und so unsere Haut vor allzu starker, Krebsfördernder Strahlung schützt. Kommt es aber zu bodennahem Ozon, dass sich bei starker Wärme aus Stickoxiden bildet, dann erhöht es meist unbemerkt die Produktion von Streßhormonen. Streß wird von uns nur ungern als Krankheitsursache tatsächlich anerkannt.

Das Problem dabei ist, dass wir im Gehirn ein ausgewogenes System haben, dass auf der einen Seite die für uns notwendigen Streßhormone produziert und gleichzeitig auch für den regelmäßigen Abbau der Streßhormone sorgt. Eine zu hohe Konzentration des Hormons verursacht jedoch nicht nur Entzündungen der Organe, es zerstört auch nach und nach den Teil unseres Gehirns, der für die Produktion der Streßhormon-Killer zuständig ist. Ein Teufelskreis, der einmal in Gang gesetzt schwer zu durchbrechen ist.