Plankton bildet die Nahrungsgrundlage für alle Meerestiere. Die Masse an Phytoplankton ging in den vergangen 60 Jahren um fast 40 Prozent zurück. Dei Forscher der Universität Dalhousie in der kanadischen Provinz Neuschottland bestätigen den Rückgang an einer Studie, die auch beweist, dass dies unmittelbar mit der Erderwärmung zusammenhängt. “Phytoplankton produziert die Hälfte des Sauerstoffs, den wir atmen, es reduziert den Gehalt an CO2 und ist letztlich auch ausschlaggebend für den Fischfang“, so der Co-Autor Boris Worm. Die Studie arbeitete mit den neuesten Technologien mit historischen Messtechniken. Heute liefern Satellitenbilder exakte Angaben über die Biosphäre der Meere. Solche Satellitenaufzeichnungen gibt es jedoch leider erst seit den 90er Jahren. Für die Zeit davor, haben die Forscher eine Technik angewandt, die im 19. Jahrhundert entwickelt wurde. Dazu haben sie eine weiße Scheibe regelmäßig im Meereswasser versenkt, bis sie nicht mehr zu sehen war. Diese ergab Hinweise auf das Licht, das durch die oberen Wasserschichten gelangte. Die Aufzeichnungen darüber geben ziemlich genau die Konzentration von Chlorophyll an, das im Phytoplankton enthalten ist.