Die russische Regierung gab die Planung eines Naturschutzprojektes bekannt, in dessen Rahmen auch Leoparden ausgewildert werden sollen. So soll nach der Winter-Olympiade bei Sotchi, im Umfeld der neu errichteten Sportanlagen, eine neue Leoparden-Population entstehen. Das Gelände eignet sich, nach Ansicht der Regierung, besonders gut dafür, da sich durch den Bau der Sportanlagen die Umweltsituation verbessert haben soll. Derzeit gibt es, nördlich von Sotchi, eine Aufzuchtstation für Wildkatzen, innerhalb des dort bestehenden Naturreservates. Umweltschützer teilen den Optimismus der Regierung jedoch nicht und kritisieren, dass der Bau der Olympia-Sportanlagen “irreversible Schäden” an der Umgebung verursacht habe. Persische Leoparden, die früher in dieser Gegend lebten und seit den Fünfziger Jahren als ausgestorben gelten, werden seit einigen Jahren in der Aufzuchtstation gezüchtet. Dafür erhielt Russland mehrere Leoparden-Pärchen aus dem Iran, Turkmenistan und Portugal. Kritiker befürchten allerdings, dass die Entscheidung der Regierung weniger aufgrund der tatsächlichen Rahmenbedingungen des Geländes, sondern auf Wunsch von Präsident Putin hin erfolgte. Putin präsentiert sich gern als starker Mann und Jäger und veröffentlicht regelmäßig Fotos, die ihn mit großen Wildtieren, wie Eisbären oder Tigern zeigen.