Die diesjährige Untersuchung der Wasserqualität durch den ADAC zeigt, das viele deutsche Badeseen, mit teils gefährlichen Keimen verseucht sind. Vor allem im flachen Uferwasser, ist die Belastung mit Bakterien sehr hoch. Getestet wurden 65 Stellen in 41 Badeseen, im Umfeld von Großstädten. Davon ist an jeder siebenten Stelle die Keimkonzentration für Badegäste gesundheitsgefährdend groß. Vor allem für Kinder, deren Immunsystem noch nicht sehr belastbar ist, besteht eine erhöhte Gefahr zu erkranken. An zehn der 65 getesteten Messstellen war die Wasserqualität “bedenklich”. 18 Stellen wiesen eine “ausreichende” Qualität auf, während lediglich 17 mit “gut” und 20 mit “sehr gut” bewertet wurden. Ein Teil des Problems ist, dass die Wasserqualität von Badeseen aufgrund der vor drei Jahren übernommenen EU-Richtlinien, nicht mehr so detailliert von staatlichen Kontrolleuren untersucht wird, wie bisher. Bis 2010 gehörte zur Qualitätskontrolle die Prüfung von 19 mikrobiologischen und chemischen Werten. Um Kosten zu sparen, wurden davon 17 Tests gestrichen. Dadurch erhöht sich natürlich die Gefahr von Infektionen. Dazu kommt, dass die Lockerung der Qualitäts-Richtlinien den Druck auf die Betreiber der Badestellen, für sauberes Wasser zu sorgen, verringert und so leicht zu Nachlässigkeit führt.