In der Kleinstadt Zanesville, im US-amerikanischen Bundesstaat Ohio, sind etliche Löwen, Tiger und andere wilde Tiere aus einem Privatzoo ausgebrochen und machen die Straßen der Stadt unsicher. “Es ist eine sehr gefährliche Situation und wir unternehmen alle Vorsichtsmaßnahmen, die wir können”, erklärt der Mitarbeiter des städtischen Zoo der Nachbarstadt Columbus, Tom Stalf. Der 62-jährige Besitzer der Tiere, Terry Thompson, war am Dienstag tot neben den offenen Käfigen gefunden wurden. Bereits in der Vergangenheit hatte es Ärger mit Thompsons Privatzoo gegeben, da er viele der wilden Tiere, darunter Grizzlybären und Raubkatzen, frei auf seiner nicht ausreichend gesicherten Farm laufen lies. Nach Bekanntwerden des Vorfalls, wurden die Schulen der Stadt geschlossen und die Einwohner aufgefordert, zu Hause zu bleiben. 39 der seit Dienstag in der Stadt herum irrenden Tiere sind inzwischen von Polizei und Helfern erlegt worden, was zu ersten Protesten aus der Bevölkerung führte. Die Polizei verteidigt jedoch die strengen Maßnahmen: “Die Nacht brach herein, und wir konnten es nicht riskieren, diese Tiere in Freiheit zu lassen. Wir haben es hier nicht mit normalen Haustieren wie einer Katze oder einem Hund zu tun. Es geht hier um fast 140 Kilo schwere bengalische Tiger.” Inzwischen wurden auch Mitarbeiter aus dem Zoo in Columbus hinzugezogen, so das vielleicht ein kleiner Teil der Tiere lebend eingefangen werden kann.