Die Temperatur ist der Hauptfaktor, für die geografische Verteilung der Lebewesen. Eidechsen sind wechselwarme Tiere. Sie können die notwendige Körpertemperatur nicht selbst erzeugen und müssen sich deshalb von der Sonne aufwärmen lassen, bevor sie sich auf Futtersuche begeben, oder sich um die Fortpflanzung kümmern können. Das bedeutet auch, dass sie sich in den Schatten zurückziehen müssen, wenn es für sie zu heiß wird. Und das geschieht aufgrund der von uns verursachten Klimaveränderung immer öfter. Die Zeit die den Tieren zum agieren bleibt reicht nicht mehr aus, um den Erhalt der Art zu sichern.

Forscher haben jetzt ein Modell für das Aussterbensrisiko von Eidechsen entwickelt. Sie berücksichtigten Lufttemperatur und Feuchtigkeit, Körpertemperatur der Echsen und die Zeit die sie zum Aufwärmen brauchen. Das Ergebnis ihrer Arbeit ist die Vorhersage, dass in den nächsten Jahrzehnten 20% aller Eidechsenarten weltweit ausgestorben sein werden, was weitere ökologische Veränderungen und das Aussterben anderer Tierarten nach sich ziehen wird. Eidechsen regulieren einerseits die Zahl der Insekten und sind andererseits wichtiges Beutetier größerer Vögel und Säugetiere. In vielen Gegenden sind Eidechsen bereits verschwunden. In Mexiko und Frankreich sind 12 Prozent, der ehemals dort ansässigen Arten ausgestorben. Ob und in welchem Umfang eine Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes, die Erderwärmung und damit das Aussterben vieler Arten, noch verhindern kann, weiß noch Niemand.