Harter Winter: Vogelsterben in Frankreich

Während in Deutschland der ausklingende Winter so mild war wie selten, litt die französische Atlantikküste unter zahlreichen schweren Winterstürmen. Aufgrund dessen kam es zu einem regelrechten Massensterben unter den dort lebenden Seevögeln. Über 21.000 von ihnen sind, seit Ende Januar, vor Erschöpfung gestorben. Betroffen sind auch seltene Vögel, wie beispielsweise Papageientaucher und Trottellummen. Die Liga zum Schutz von Vögeln (LPO) erklärte, dies sei das schlimmste Vogelsterben seit dem Jahr 1900. Die Liga befürchtet, dass bis zum Frühjahr noch mehr Seevögel sterben müssen. Bis zum Stichtag, dem 24. Februar, wurden zwischen dem Baskenland im Süden des Landes bis nach Finistere im Nordwesten, schon 21.342 tote Vögel gezählt. 2.784 schwache und ausgehungerte Seevögel wurden rechtzeitig gefunden und konnten wieder aufgepäppelt werden. Die bisherigen Untersuchungen haben gezeigt, dass die meisten Vögel zu schwach für die Nahrungssuche waren. Es wird vermutet, dass die schweren Stürme sie zu weit in Gebiete abgetrieben haben, in der sie keine Nahrung finden konnten. Auch verbrauchen sie bei starken Stürmen mehr Energie beim fliegen. Trotzdem war die LPO überrascht vom unerwarteten Ausmaß des Vogelsterbens und versucht, eventuelle weitere Ursachen zu ermitteln.

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