Bangkok: Bewohner kämpfen gegen Hochwasserschutz der Regierung

In den Vororten von Bangkok ergreifen die von der Regierung enttäuschten Bewohner inzwischen selbst die Initiative, um gegen das anhaltende Hochwasser zu kämpfen. Vor allem in den nördlichen und westlichen Vororten der thailändischen Hauptstadt, befürchten und kritisieren die Einwohner, dass die Behörden nur die Innenstadt mit den teuren Geschäfts- und Tourismusmeilen vor den Wassermassen schützen würden. Riesige Dämme aus Sandsäcken bewahren zwar die Bangkoker City vor der Überflutung, nicht jedoch die Häuser der Anwohner. Damit in den Wohngebieten das Wasser schneller abfließen kann, schlagen die Einwohner jetzt Schneisen in die Dämme aus Sandsäcken und versuchen die Schleußentore zu öffnen. Um die Regierung zum schnelleren Handeln zu zwingen, besetzten Demonstranten außerdem wichtige Verbindungsstraßen. Betroffene berichteten der Presse, dass in einigen Vierteln das Wasser bereits seit über vier Wochen in den Häusern steht. Sie beklagen; die Regierung opfere die Wohngebäude, um die Geschäfte der Innenstadt zu schützen.

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