Klimawandel erhöht Malariagefahr

Wissenschaftler warnen vor einer Ausbreitung der Malaria, bis zu uns nach Nord- und Mitteleuropa. In Untersuchungen konnten sie bereits Malaria-Erkrankungen in den Bergen von Äthiopien und Kolumbien nachweisen, die bisher von der Viruserkrankung verschont blieben. Die Ausbreitung der Krankheit wird auf die globale Erwärmung zurückgeführt, durch welche sich die als Virus-Überträger fungierenden Moskitoarten verbreiten. Malaria, auch Sumpf- oder Tropenfieber genannt, ist eine bisher hauptsächlich in den Tropen vorkommende Krankheit, die noch nicht heilbar ist. Die Symptome sind periodisch wiederkehrende Fieberanfälle mit Magen-Darm-Beschwerden und Krämpfen, die vor allem bei Kindern und geschwächten Erwachsenen zum Tod führen können. Pro Jahr erkranken weltweit etwa 627.000 Menschen an Malaria. Die einzige mögliche Vorbeugungsmaßnahme ist die Vermeidung von Insektenstichen. Die erwartete Erweiterung des Lebensraumes der das Virus übertragenden Moskitos der Gattung Anopheles, wird die Zahl der Opfer vervielfachen, wie Biologen und Wissenschaftler befürchten. Erschwerend kommt hinzu, dass das Immunsystem der Menschen in den gemäßigten Klimazonen nicht an die Krankheit gewöhnt ist, was die Todesfallrate weiter prozentual erhöhen wird. Mit jedem Grad, um dass die durchschnittliche globale Temperatur steigt, rechnen die Studienautoren der London School of Hygiene and Tropical Medicine, mit jeweils drei Millionen mehr Malariafällen, allein bei Kindern unter 15 Jahren. Ein Impfstoff gegen Malaria existiert bisher nicht.

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