Die größte Ölkatastrophe der Vereinigten Staaten ist noch nicht lange her, da ist es schon wieder erlaubt, die gleichen Bohrungen in tiefen Gewässern durchzuführen.

Im April des Jahres explodierte die 2001 in Betrieb genommene Ölplattform “Deepwater Horizon” des britischen Konzerns BP und sorgte für eine riesige Umweltkatastrophe an den Küsten des Golf von Mexiko. Die Folgen waren verherend. Zudem verloren zahlreiche Menschen ihre Arbeitsplätze, da die Fischerei nicht mehr möglich und zudem nicht mehr erlaubt war. Experten gehen davon aus, dass über 10.000 Menschen ihren Job dadurch verloren haben.

Wie abhängig die Vereinigten Staaten vom Öl sind zeigt jetzt die Freigabe der Tiefseebohrungen. Geplant war diese für Ende November. So lange konnte oder wollte die US-Regierung nicht warten, denn der Wirtschaft in den USA geht es schlecht.

Am 20. April 2010 ging die Ölplattform in Flammen auf. Bis zur offiziellen Versiegelung des Bohrloches in 1500 Metern Tiefe am 19. September des Jahres, strömten rund 780 Millionen Liter Rohöl ins Meer. Angeblich sind die Auflagen der US-Regierung zur Wiederaufnahme von Tiefseebohrungen derart hoch, dass die Industrie erst einige Monate benötigt, um die Technik dementsprechend anzupassen. Danach heißt es wieder: Feuer frei, pardon, Öl frei!