Cholera in Haiti

Nach den verheerenden Überschwemmungen und Erdbeben, haben die Menschen Haitis jetzt mit einer Seuche zu kämpfen, die oft Infolge solch schwerer Umweltkatastrophen auftritt; die Cholera. Bereits 140 Menschen sind in den vergangenen Wochen daran verstorben, über 1500 weitere Fälle von Erkrankten wurden registriert. Cholera ist vor allem deshalb so gefährlich, weil Menschen die sich damit infizieren, oft schon innerhalb weniger Stunden dehydrieren, und an einem Kreislaufkollaps oder Nierenversagen sterben. Besonders Kinder sind durch ihre geringere Größe besonders gefährdet. Ihr Immunsystem ist auch noch nicht erfahren genug, um schnell Abwehrkräfte gegen die Krankheit generieren zu können. Übertragen wird der Cholera-Erreger durch verschmutztes Trinkwasser. Das Erdbeben und die Überschwemmungen haben große Teile des Abwassersystems zerstört, so dass in vielen Gebieten Abwässer das Trinkwasser kontaminiert. Die Behörden von Haiti verweigern aktuell genaue Informationen, denn Cholera-Erkrankungen in diesem Ausmaß sind auch ein Eingeständnis dafür, dass der Staat nicht in der Lage ist das wichtigste Grundnahrungsmittel in gesundheitlich unbedenklicher Qualität zur Verfügung zu stellen.

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