Verzögerung des Stromnetzausbaus gefährdet Ökoenergie-Branche

Damit der an der Küste mit Windenergie erzeugte Strom in ganz Deutschland zur Verfügung stehen kann, sind mehr und flexiblere Stromnetze nötig, da bei der Einspeisung erneuerbarer Energien immer wieder naturbedingte Schwankungen der erzeugten Strommenge auftreten.

Diese Stromnetze sind allerdings noch lange nicht in ausreichender Menge vorhanden. Das Problem beim Ausbau der Netze ist nicht nur die Finanzierung, die sich die Stromanbieter gern vom Staat bezahlen lassen, sondern auch die Weigerung immer mehr Menschen, weitere Hochspannungsleitungen in ihren Wohngegenden zu akzeptieren. Grund ist die Angst vor den Magnetfeldern, die im Umfeld der Hochspannungsleitungen erzeugt werden und nach verschiedenen, jedoch nicht einvernehmlichen Studien, Krebserregend sein und das Risiko für eine Alzheimererkrankung erhöhen sollen. Deshalb stellen sich immer häufiger Bürgerinitiativen gegen einen geplanten Netzausbau. Nach Schätzung der Deutschen Energieagentur benötigt Deutschland noch 3500 Kilometer neue Netze, von denen bisher erst 90 Kilometer gebaut worden. Jetzt fürchtet vor allem die Ökoenergie-Branche um ihre Zukunft, da bei aktueller Stromnetzsituation die großen Energieunternehmen, denen die meisten Stromnetze gehören, das Recht haben, diese für die Einspeisung erneuerbarer Energien zu sperren, so lange die Stromnetze qualitativ nicht in der Lage sind die Schwankungen auszugleichen und somit die Netzstabilität nicht gewährleistet werden kann.

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