Das Bevölkerungswachstum geht rasant weiter

Einer aktuellen Extrapolation des französischen Demografieforschungsinstituts Ined zufolge, werden im Jahr 2050 bereits 9,7 Milliarden Menschen auf der Welt leben. Derzeit sind es rund 7,1 Milliarde. Bis zum Ende des Jahrhunderts wird die Zahl bereits auf 11 Milliarden gestiegen sein, wenn nicht vorher Möglichkeiten entwickelt werden, um das rasante Bevölkerungswachstum zu bremsen. Das aktuell bevölkerungsreichste Land ist China, mit 1,3 Milliarden Menschen. Entgegen früherer Befürchtungen, wird die Zahl vermutlich stagnieren. Das liegt einerseits an der strengen Geburtenkontrolle, die nur ein Kind pro Paar erlauben. Zwar sind Sondergenehmigungen möglich, doch diese sind teuer. Dazu kommt, dass sich mit dem Wirtschaftswachstum auch die Lebensbedingungen in China verbessern und die Erfahrungen in Europa und Amerika zeigen, dass die Geburtenrate parallel zum steigenden Lebensstandard sinkt. Dagegen wird für Indien, das derzeit eine Bevölkerung von 1,2 Millionen aufweist, bis 2050 eine Steigerung auf 1,6 Milliarden erwartet. Für Afrika, mit aktuell 1,1 Milliarden Menschen, errechneten die Demografen sogar eine Verdoppelung, auf 2,5 Milliarden Einwohner. Dort liegt die Geburtenrate bei durchschnittlich 4,8 Kindern, pro Frau – der globale Durchschnitt dagegen nur bei 2,5. Die staatliche Geburtenkontrolle Chinas wird von Menschenrechtlern oft kritisiert. Allerdings ist sie auch erfolgreich und nichts zu tun, wird die humanitären Probleme nur verlagern, nicht lösen.

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