Erneute radioaktive Verseuchung um Fukushima

Erneut ist aus dem japanischen Atomkraftwerk in Fukushima eine große Menge radioaktiven Wassers ausgetreten. Wie die zuständige Behörde erklärte, konnte das Betreiberunternehmen Tepco das Leck noch nicht finden. Die regelmäßigen Kontrollen des Grundwassers im Umkreis des Akw ergaben jedoch einen plötzlichen Anstieg der Cäsium-Belastung. Zwar beteuert Tepco, dass dies keine Gefahr für die Umwelt nach sich zöge, doch die Atomaufsichtsbehörde NRA besteht auf eine schnelle Aufklärung. „Wir müssen mit Sicherheit wissen, inwiefern dies zu einer Verschmutzung des Ozeans führen kann“, erklärte Shunichi Tanaka, der Chef der NRA in Japan. Die gemessenen Cäsium-Werte lagen bei der letzten Prüfung 110 mal höher, als bei der vier Tage davor durchgeführten Messung. Dadurch stieg die Belastung des Grundwassers mit Cäsium-134 in der Nähe des Atomkraftwerks auf 9000 Becquerel pro Liter Wasser, während die zulässige Höchstmenge bei 60 Becquerel liegt. Auch Cäsium-137, Tritium und Strontium wurden in hundertfach höherer Menge nachgewiesen, als noch in der Woche zuvor. Erst vor wenigen Monaten hatte ein Sprecher von Tepco versichert, dass es gelungen sei, die Atomreaktoren durch Stahlwände und ein Betonfundament abzukapseln, so dass kein Grundwasser kontaminiert werden könnte. Seitdem kommt es jedoch regelmäßig zum Austritt radioaktiv belasteten Wassers.

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