Formaldehyd in Plastikgeschirr

Das Bundesinstitut für Risikobewerbung hat einen Bericht heraus gegeben, indem es vor den Gefahren warnt, die durch Formaldehyd in Plastikgeschirr für unsere Gesundheit bestehen. Nach aktuellen Untersuchungen bestehen viele Plastikteller- Schüsseln-, Bestecke usw. aus Melaminharz. Diese können Formaldehyd abgeben, wenn sie über 70° Celsius erwärmt werden. Malaminharze werden von der Industrie gern für Geschirr und Küchengeräte genutzt, da sie sehr hart und damit auch bruchsicher sind. Durch ihre glatten Oberflächen nehmen sie außerdem nicht so leicht Gerüche an und lassen sich leichter reinigen. Doch unter bestimmten Bedingungen kann das darin enthaltene Formaldehyd freigesetzt und damit an die Lebensmittel abgegeben werden. Formaldehyd ist jedoch eine hoch giftige und krebserregende chemische Verbindung, deren Einnahme schwere Schäden bewirken kann. „Der entscheidende Punkt sind die berühmten 70 Grad und die Dauer der Erwärmung. Beim Braten erreichen Sie schon mal Temperaturen bis 180 Grad.“, warnt Jürgen Thier-Kundke vom Bundesinstitut. Auch eine Kombination von Wärme und Säure kann das Formaldehyd freisetzen. „Wenn Sie zum Beispiel eine Tomatensuppe machen und den Löffel zwanzig Minuten in der heißen Suppe stecken lassen, wird es kritisch.“ erklärt Thier-Kundke. Schwierig für die Verbraucher ist jedoch, dass beim Kauf selten auf der Verpackung steht, aus welchem Stoff das Geschirr hergestellt wurde. Hier würde höchstens eine Kennzeichnungspflicht einen echten Nutzen bringen.

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