Greenpeace-Aktivist wirft Rauchbombe über Akw

Um zu beweisen, wie unsicher Kernkraftwerke sind, hat ein Greenpeace-Aktivist eine Rauchbombe direkt über einem AKW abgeworfen. Mit dieser spektakulären Aktion wies Greenpeace auf die gravierenden Sicherheitsmängel der französischen Nuklearanlagen hin. Dafür überflog ein deutscher Mitarbeiter der Organisation mit einem Motor-Gleitschirm das Akw im ostfranzösischen Bugey und warf direkt über dem Kraftwerk zwei Rauchbomben ab. „Das Ziel dieser Aktion ist, eine Botschaft an die beiden Präsidentschaftskandidaten zu senden, die das Risiko der Atomkraft leugnen“, erklärte Sophia Majnoni von Greenpeace Frankreich. Im Gegensatz zu Deutschland wird in Frankreich das Risiko eines Luftangriffes auf ein AKW noch nicht bei den vorgeschriebenen Sicherheitsanalysen einkalkuliert. Ein anderes Greenpeace-Mitglied drang in ein AKW des Stromkonzernes EDF ein, indem er die Wachen austrickste. Zwar beteuern die Betreiber der Anlage, dass niemals eine Gefahr bestanden hätte, aber der Erfolg der Aktion zeigt, wie groß die Sicherheitsmängel tatsächlich sind. Frankreich ist derzeit der größte Atomstromproduzent in der Europäischen Union. Rund drei Viertel des gesamten in Frankreich benötigten Stroms, wird mittels Kernenergie gewonnen. 58 Atomreaktoren sind über das Land verteilt.

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