Mehr Auen als Hochwasserschutz gefordert

Dresdner Umweltforscher warnen davor, sich beim Hochwasserschutz nur auf den Bau von Deichen und Schutzwällen zu beschränken. Für einen wirklich sicheren Hochwasserschutz müssen auch die Ursachen der Überschwemmungen, beispielsweise die Begradigung der Flüsse, beachtet werden. Wichtig ist beispielsweise, den Flüssen mehr Raum zu lassen, oder Geld für eine Unterstützung der privaten Überschwemmungsvorsorge bereit zu stellen. Mit Wetterbedingten Überschwemmungen muss in bestimmten Gegenden immer gerechnet werden. Ein Restrisiko lässt sich niemals ausschließen. Wird durch die ausschließliche Konzentration auf den Bau von Schutzanlagen und Dämmen jedoch eine Sicherheit suggeriert, die in Wirklichkeit nicht gewährleistet werden kann, ist der Schaden, beispielsweise bei einem Dammbruch, umso größer. Deswegen unterstützen auch Hochwasser-Experten inzwischen die Forderung vieler Umweltverbände, mehr Überschwemmungsgebiete an den Flüssen und gefährdeten Seen frei zu lassen. Kommt es zu Hochwasser kann ein Großteil davon in diesen Auen versickern und kommt somit erst gar nicht bis zu den Wohn- und Geschäftsgegenden. Das entlastet auch die Deiche und Schutzwälle, die weniger belastet werden.

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