Ölkatastrophe: Entschädigung für Betroffene

Für die Betroffenen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko fordert US-Präsident Barack Obama vom BP-Konzern eine angemessene Entschädigung. Obama sagte dazu: „BP habe moralische und rechtliche Verpflichtungen im Zusammenhang mit den Schäden am Golf von Mexiko“ und verwies dabei auf die Dividenden in Höhe von 10 Milliarden Dollar. Umgerechnet ist man hier bei 8,3 Milliarden Euro, die BP an ihre Aktionäre ausbezahlen möchte. Ebenso gibt der Konzern zur Imagerettung momentan 50 Millionen Dollar für eine TV-Kampangne aus. Obama sieht es zwar positiv, dass der BP-Konzern seinen Aktionären gerecht werden möchte, jedoch liegt sein Anliegen bei den Betroffenen und sagte: „Ich will nicht hören, dass sie – wenn sie dieses Geld für Aktionäre und TV-Spots ausgeben – Fischer und Kleinunternehmer hier am Golf, die eine schwere Zeit durchleben, mit kleinen Beträgen abspeisen.“

Wenigstens fließt jetzt der Großteil des ausströmenden Öls nicht mehr in das Meer. Am Donnerstag hatte BP mit Unterwasser-Robertern einen Trichter auf die Steigleitung des Bohrlochs gestülpt. Somit konnten bereits am ersten Tag bereits ein Drittel (rund 950.000 Liter in 24 Stunden) des ausströmenden Öls aufgefangen werden. Die Menge soll jedoch noch weiter gesteigert werden. Bisher flossen ungefähr drei Millionen Liter Öl täglich in den Golf von Mexiko. Nach einer Studie erstreckt sich der Ölteppich bereits auf einer Fläche von 25.000 Quadratkilometern. Für Juni hatte BP nun weitere Entschädigungzahlungen angekündigt. Doch wenn man die vorherigen Fakten sieht, kann Geld alleine sicher nicht alles ermöglichen. Auch wenn die Fischer nicht an Hunger leiden müssen. Doch für viele Fischer ist das Fischen eine Lebensaufgabe und nicht nur eine Arbeit. Auch die ganzen verendeten Tiere kann man nicht mehr zum Leben erwecken. Sollte man nicht deshalb seitens des Konzern Hilfe leisten, um die Tiere, die noch Chancen haben, vom Öl zu befreien? BP sollte mit eigenen Augen sehen, welche Auswirkungen dieser Ölteppich hat, bevor Summen ausbezahlt werden, die nicht genügen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert