Rückschlag im Kampf um die Ölkatastrophe

Die riesige Stahlbetonglocke, die das Ölleck im Golf von Mexiko abdichten sollte, musste wieder abgezogen werden, da sich Eiskristalle an ihr bildeten. Das führte zu einer Verstopfung was wiederum zu einem starken Auftrieb führte. In der Tiefe von knapp 1,5 Kilometern herrschen Temperaturen um den Gefrierpunkt.

Ein Sprecher des Ölkonzerns BP erklärte, dass die Glocke versagt hätte. Umweltschützer kritisieren, dass es für den Fall der Fälle keinerlei Maßnahmen seitens BPs gegen eine derartige Katastrophe gibt. Derzeit überprüfen Experten, wie sie die Kristallbildung verhindern können, eventuell soll Ethanol die Lösung sein.

Sollte es doch noch gelingen, die Kuppel über das Leck zu stülpen und die Eisbildung zu verhindern, so könnten rund 85 Prozent des auslaufenden Öls abgefangen werden. Derzeit laufen aus der gesunkenen Bohrinsel „Deepwater Horizon“ etwa 800 Tonnen Öl pro Tag aus. Die Küsten um das Mississippi-Delta wurden bereits vom Ölteppich erreicht, was zu einer riesigen Umweltkatastrophe führte. Die Existenzen der zahlreichen Fischer stehen auf dem Spiel, einige von ihnen haben bereits ihre letzten Ersparnisse aufgebraucht.

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