Schwankende Sonnenaktivitäten kaum Einfluss auf die Erd-Temperatur

Im Gegensatz zu bisherigen Annahmen, haben schwankende Sonnenaktivitäten kaum Einfluss auf die Erd-Temperatur. Das fanden Wissenschaftler vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK) jetzt heraus. „Der Einfluss von Schwankungen der Sonnenaktivität wird oft überschätzt“, erläuterte Georg Feulner vom PIK. Viele Klimaskeptiker glauben trotz aller Gegenbeweise noch immer nicht, dass die hohe, industriell verursachte CO²-Konzentration in Abgasen eine Erwärmung des Klimas bewirkt. Sie halten die derzeitige Erderwärmung für eine normale Schwankung und rechnen aufgrund einer erwarteten Senkung der Sonnenaktivität mit einer Stabilisierung der derzeitigen globalen Erdtemperatur. Mit Hilfe eines Simulationsprogramms konnten die Potsdamer Forscher jetzt nachweisen, dass auch während der „Kleinen Eiszeit“ im Mittelalter, die niedrigeren Temperaturen in Europa nicht von der Aktivität der Sonne beeinflusst worden war, da diese damals genauso hoch war wie in diesem Jahrhundert. Entscheidend für das Klima sind dagegen kühlend wirkende Schwefelwasserstoffmoleküle, wie sie bei Vulkanausbrüchen in hohen Mengen in die Atmosphäre gelangen. Diese sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch für die Abkühlung während des 17. und 18. Jahrhunderts verantwortlich. Aktuell sind es die Treibhausgase, die seit etwa 200 Jahren durch ihre Zerstörung der Ozonschicht die höheren Durchschnittstemperaturen verursachen. Das die Reduzierung der Abgase durchaus hilfreich ist, zeigt sich in der beginnenden Verkleinerung des Ozonlochs, die im vergangenen Jahr erstmals registriert werden konnte.

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