Tropensturm wütet über China

Der schwere Tropensturm „Muifa“, der seit Tagen über China und Korea tobt und durch den mindestens vier Menschen ums Leben kamen, hat jetzt einen Deich im Norden Chinas eingerissen, der als Schutzdeich für eine Chemiefabrik fungierte. Dadurch mussten die Menschen der Umgebung auf unbestimmte Zeit evakuiert werden. Bisher teilten die chinesischen Behörden den Nachrichtenagenturen nicht mit, welche eventuell gefährlichen Chemikalien aus dem beschädigten Chemiewerk auslaufen könnten. Bekannt ist, dass in der Fabrik eine brennbare und krebserregende Flüssigkeit namens Paraxylol hergestellt wird, die für die Herstellung verschiedener Polyesterfasern und Filmmaterial benutzt wird. Arbeiter versuchen derzeit den Deich wieder instand zu setzen. Der Sturm „Muifa“ zog zuvor schon über den Osten Chinas. Er zerstörte dabei mehr als 170 Häuser und verursachte nach bisherigen Schätzungen finanzielle Schäden in Höhe von 207 Euro. Auch in Nord- und Südkorea verursachte der Sturm schwere, noch nicht näher benannte Schäden und bewirkte einen Stromausfall in 320.000 Haushalten.

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