Wissenschaftler stellen verbessertes Programm zur Flutvorhersage vor

Allein 2010 kamen während der Flutkatastrophe in Pakistan mehr als 1.700 Menschen ums Leben. Rund ein Fünftel des ganzen Landes stand unter Wasser, was zusätzlich verheerende hygienische und wirtschaftliche Folgen nach sich zog, mit denen die Menschen in Pakistan noch lange kämpfen müssen. Auch für die Zukunft lassen sich solche Überschwemmungen, die häufig nach starkem Monsunregen auftreten, nicht verhindern. Aber vielleicht wird es in Zukunft möglich sein, die Menschen in den betroffenen Gebieten mehrere Tage vorher zu warnen, so dass eine geordnete Evakuierung erfolgen und somit der Schaden verringert werden kann. Um das zu ermöglichen hat ein Team europäischer Wissenschaftler ein Warnsystem entwickelt, das jetzt auf der Jahrestagung der „European Geosciences Union“ in Wien vorgestellt wurde. Peter Burek, Mitarbeiter im Joint Research Center Ispra, erläuterte wie erfolgreich das sogenannte Global Flood Awareness System, kurz Glofas, bereits in der Probezeit war: „In seiner Testphase konnte das System Fluten bis zu zwei Wochen vorher ankündigen.“ Unter anderem konnte „Glofas“ schon zwei Wochen im voraus den Höchststand des Hochwassers im südostasiatischen Mekong errechnen. Das Programm berücksichtigt bei seinen Berechnungen die Niederschlagsstärke, den exakten Flussverlauf, die Bodenbeschaffenheit, die Höhenunterschiede des Gebietes und die jeweilige Landschaftsform. Die Entwickler von Glofa hoffen, langfristig das Programm so weit verbessern zu können, dass 30-tägige Vorhersagen möglich werden. Dadurch hätten die Betroffenen mehr Zeit, Schutzmaßnahmen einzuleiten und einen Teil ihres Besitzes zu retten.

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