Ausbau des AKW Temelin in der Schwebe

Der umstrittene Ausbau des Kerkraftwerkes im tschechischen Temelin, wurde vorerst auf Eis gelegt. Das AKW, das nah an der Grenze zu Bayern und Österreich liegt, soll vorläufig nicht wie geplant, von zwei auf vier Reaktorblöcke erweitert werden. Dies teilte die tschechische Zeitung „Hospodarske Noviny“ mit. Der tschechischen Industrieminister Martin Kocourek widersprach jedoch der Meldung und versicherte, dass eine Entscheidung noch nicht fest stünde. Da zwei Drittel des Kraftwerkes Staatseigentum sind, liegt die Entscheidung allerdings allein bei der Regierung. Geplant war bisher, dass die Erweiterung des AKW bis 2020 abgeschlossen sein und die neuen Reaktorblöcke dann ans Netz angeschlossen werden sollten. Allerdings hat es gegen diese Maßnahme massive Proteste aus Deutschland und Österreich gegeben, da es in der Vergangenheit schon häufiger zu Störfällen gekommen ist. Das Kraftwerk ist nur 100 Kilometer von beiden Grenzen entfernt, was bei weiteren Sicherheitslecks auch zu schweren Schäden der angrenzenden Länder führen würde. Aufgrund dessen gibt es viele Gegner des Projektes, die die Stilllegung des AKW fordern.

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