Biologische Schädlingsbekämpfung: Sperlingsvögel statt Pestizide

Das die Natur im Laufe der Evolution noch immer die besten Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen entwickelt hat, das merken allmählich auch die Viehirten in Südafrika. Seit Jahrzehnten sind es die Besitzer von Rinderherden gewöhnt, dass sie die Tiere regelmäßig zu Tauchbädern mit Pestiziden treiben müssen, um sie von krankheitsübertragenden Zecken zu befreien. Seit Jahren schon versuchen Naturschützer ihnen klar zu machen, dass dies langfristig mehr Schaden als Nutzen bringt. Und allmählich haben sie damit Erfolg. Die Stiftung für Gefährdete Wildtiere, hat sich mit der „Operation Madenhacker“ etwas neues und erfolgversprechendes einfallen lassen. Sie überreden die Bauern und Viehbesitzer dazu, eine Weile auf die Pestizidbäder zu verzichten, und verteilen an sie dafür Rotschnabel-Madenhacker, einen hübschen kleinen Vogel aus der Familie der Sperlingsvögel, der in freier Natur immer in der Nähe von Rinderherden lebt, und diese von lästigen Plagegeistern befreit. Durch die seit Jahrzehnten übliche Nutzung von chemischen Keulen, waren diese hilfreichen Vögel fast ausgestorben. Jetzt beginnen die Herdenbesitzer den Vorteil der natürlichen Schädlingsbekämpfung wertzuschätzen. „Diese Vögel sind gut. Wir brauchen das Vieh nicht mehr zu tauchen … Das Tauchbad ist sehr teuer“ – ist die häufigste Reaktion, auf die kleinen, neuen Helfer. Die meisten Farmer stellen immer wieder fest, dass die Rückkehr der Vögel einen drastischen Rückgang des gefährlichen Zeckenbefalls bewirkt hat. Dafür verzichten sie gern auf die teure und unnötige Nutzung giftiger Pestizide, die fast das Aussterben der Rotschnabel-Madenhacker verursacht hat.

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