BP lehnt Alleinschuld an Ölkatastrophe ab

In einem internen Bericht des Energiekonzerns BP lehnt die Firma die Alleinschuld an der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko ab: „Die Tragödie der Macondo-Quelle wurde nicht von einem einzigen Faktor ausgelöst. Vielmehr führte ein reihenweises Versagen mehrerer Parteien zu der Explosion und dem Brand, die elf Menschen töteten und ausgedehnte Verschmutzung im Golf von Mexiko auslösten“. Entscheidungen von „vielen Firmen und Arbeitsgruppen“ wären Mitschuld an der Schwere des Unfalls. Außerdem ist von einer Verkettung komplexer Umstände sowie technischem und menschlichem Versagen die Rede. Vor allem auf den Plattformbesitzer Transocean, versucht BP einen Teil der Schuld abzuwälzen. Der Sicherheitschef von BP Mark Bly, gab dazu an: „Es ist offensichtlich, dass eine Reihe komplizierter Vorgänge und nicht ein einzelner Fehler zu der Tragödie führte. Viele Parteien, darunter BP, Halliburton und Transocean waren daran beteiligt“. Transocean wehrt sich gegen diese Darstellung und bezeichnet sie als einen Verschleierungsversuch des Unternehmens, um von der großen Schuld abzulenken, die es auf sich geladen hat. Sie verweisen auf die von BP allein getroffenen Entscheidungen zu Einsparungen von Kosten, die zu Lasten der Sicherheit der Plattform gingen und letztlich zu der Explosion mit all ihren schweren Folgen führte. Der Bericht BP’s wird von Experten auch nur als Teil der Verteidigungsstrategie gewertet, die das Unternehmen vor Gericht vorbringen will. Mit bis zu 32 Milliarden Dollar Schadensersatz muss der Konzern nach bisherigen Angaben rechnen.

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