Archiv der Kategorie: Wissenschaft

Mutationen bei Lungenkrebs

Lange Zeit wurde vermutet, dass schon wenige mutierte Gene ausreichen würden, um beispielsweise Krebs zu verursachen. Jetzt haben Wissenschaftler den genetischen Code gesunder Menschen, mit dem in den Krebszellen vorhandenen Genen verglichen. Bis zu 50.000 Unterschiede wurden dabei gefunden. Das zeigt, das einzelne Schäden und Mutationen nicht ausreichen, um in unseren Zellen die Vorgänge zu starten, die für ein unkontrolliertes Zellwachstum sorgen. Der nächste Schritt in der Erforschung des Krebsgenoms wird sein, heraus zu finden welche der Mutationen das Krebswachstum auslöst, oder ob es durch das Zusammenspiel verschiedener Mutationen hervor gebracht wird. An der Genomanalyse von Krebszellen arbeiten derzeit mehrere Institute. Kann die Ursache für Krebserkrankungen besser bestimmt werden, ist es auch möglich, zielgerichtet gegen diese Ursachen vor zu gehen.

Peugeot plant 100.000 Hybridfahrzeuge

PSA Peugeot Citroën, der französische Autohersteller, will ab dem Jahr 2015 jährlich 100.000 Hybridautos herstellen und verkaufen. Bereits im nächsten Jahr kommen die ersten Fahrzeuge von Peugeot auf den Markt, die neben einem Dieselmotor auch noch einen oder mehrere Elektromotoren haben. Damit werden circa zwanzig Prozent des benötigten Kraftstoffes eingespart und somit auch der CO2-Ausstoß verringert. PSA-Chef Philippe Varin gab die neuen Pläne heute auf der Hauptversammlung der Firma in Paris bekannt. Im Jahr 2012 soll es bereits das erste Hybridfahrzeug von Peugeot geben, dass über eine normale Steckdose aufgeladen werden kann. Nach Einschätzung der Experten werden bis zum Jahre 2020 rund 15 Prozent aller Fahrzeuge Hybridautos sein.

Tarnkappen aus Gold

Amerikanische Forscher haben ein Verfahren entwickelt, aus dem sich günstige Herstellungsverfahren für sogenannte Metamateriealien und nanophotonische Bauteile ableiten lassen. Metamateriealien sind künstlich hergestellte Strukturen, die so in der Natur normalerweise nicht vorkommen, oder noch nicht gefunden wurden. Wissenschaftler der Universitäten in Harvard, Austin und Houston haben jetzt winzige Nanokügelchen entwickelt, die sich aufgrund ihrer elektromagnetischen Eigenschaften selbstständig zu symmetrischen Strukturen zusammen setzen. Um diese neuen Eigenschaften zu testen wurden Nanokügelchen aus Siliziumoxid, erst mit einem Goldmantel und anschließend einer Kunststoffauflage umhüllt. Werden die so veränderten Nanoteilchen in eine Flüssigkeit gegeben, verbinden sie sich beim Trocknen zu Zweier-und Dreiergruppen und somit größeren symmetrischen Strukturen. Bei einer Bestrahlung mit Lichtwellen wurde festgestellt, dass freie Elektronen durch das Licht angeregt, in Schwingungen versetzt wurden, die eine Ablenkung des Lichtes verursacht. Eine Art Tarnkappen-Effekt. Die Forscher hoffen jetzt, diese Selbstorganisation der Nanokügelchen ausbauen zu können, um so neue Strukturen mit unterschiedlichen Eigenschaften schnell und einfach fertigen zu können.

Klimaneutraler Flughafen Frankfurt – Fraport

Es ist ein Schritt in die richtige Richtung und hat Signalwirkung für andere Flughäfen. Der Flughafenbetreiber Fraport will den Flughafen in Frankfurt klimaneutraler machen. Dazu soll der CO2-Ausstoß im Vergleich zu 2005 bis 2020 um 30 Prozent gesenkte werden.

Die gerodeten Flächen für den Ausbau der Landebahn im Nordwesten soll durch die Anpflanzung von Bäumen ausgeglichen werden. Dazu werden den 282 Hektar Rodungen 288 Hektar Neupflanzungen gegenübergestellt. 125.000 Pflanzen wurden bereits seit 2009 angepflanzt.

Momentan verursacht Fraport eine Emission des klimaschädlichen Kohlendioxids von 1,6 Tonnen pro Jahr. Diese Zahl setzt sich zusammen aus der Produktion der Energie, durch Fahrzeuge, Gebäude und Anlagen sowie den Großteil durch startende und landende Flugzeuge.

Gesenkt werden soll der Ausstoß des CO2 durch Energieeffizienz und den Einsatz von Elektro-Autos. 2020 soll jedes zweite Fahrzeug auf dem Frankfurter Flughafen elektrisch betrieben werden. Der geplante Terminal 3 soll mit Erdwärme beheizt werden und gleichzeitig als Öko-Terminal Anschauungsobjekt zum Nachahmen werden.

Das Unternehmen Fraport hat bereits über 100 Millionen Euro ausgegeben. In Zeiten des Klimawandels macht sich eine solche Maßnahme werbetechnisch gut. Weiterhin bedeutet CO2-Einsparung auch Geldeinsparung. Bis das die Unternehmen verstanden haben wird es wahrscheinlich noch dauern.

Evolution in Hundert Jahren

Evolution ist die Veränderung vererbbarer Merkmale und Eigenschaften über Generationen – und manchmal geht sie überraschend schnell. Wie schnell, dass konnten Biologen in Nicaragua jetzt an dort lebenden Buntbarschen erforschen. Ein Teil der Buntbarschpopulation hat, isoliert von ihren Artgenossen, in einem vor einhundert Jahren entstandenen Vulkankrater gelebt und sich verändert.

Auffälligstes Merkmal der veränderten Barsche sind übermäßig stark ausgebildete Lippen, die durch veränderte Ernährungsgewohnheiten entstanden. Obwohl sie genetisch noch immer fast identisch mit ihren dünnlippigen Verwandten sind, vermeiden beide Gruppen es, sich miteinander zu paaren. Das wird dazu führen, dass sie sich noch weiter auseinander entwickeln und irgendwann zwei verschiedene Arten darstellen. Evolutionsforscher Todd Streelmann freut sich über diese Entdeckung: „Es ist von großer Bedeutung, wenn Wissenschaftler neu entstehende Arten im Prozess ihrer Entstehung aufspüren, da es schwierig ist, diesen Prozess in Aktion zu beobachten“. Dadurch ist bewiesen, dass Arten sich schneller auseinander entwickeln können, auch wenn die Lebensräume nur geringfügig differenzieren.