E10 weiterhin chancenlos

Noch immer wählen Autofahrer lieber das teure Super-Benzin, als auf den Biosprit E 10 umzusteigen. Inzwischen kommt es für das „Super“ bereits an vielen Tankstellen zu Lieferengpässen, da die Zulieferer nicht auf einen so hohen Verbrauch eingerichtet waren. Die Raffinerien produzieren lediglich 20 Prozent „Super“ und 80 Prozent „E10“ und können so schnell die Produktion auch nicht umstellen. Das könnte dazu führen, dass aus Mangel an Alternativen auch diejenigen Autos, die nicht für „E 10“ geeignet sind, mit dem Ökosprit betankt, oder stehen gelassen werden müssen. Jetzt forderte der Auto-Club Deutschland von der Regierung, einen Steuerrabatt für den Biosprit einzuführen, damit dieser stärker gekauft würde. „Brüderle sollte sich für eine ermäßigte Mineralöl-Steuer auf E10 stark machen“, so der ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner. Doch warum sollte die Regierung, speziell der daraufhin angesprochene Wirtschaftsminister Rainer Brüderle, dies tun? Es sind noch immer die Raffinerien und die Tankstellenbetreiber, die den Sprit verkaufen wollen. Und es sind die Autofahrer, die Sprit für ihre Mobilität benötigen. Die Regierung gibt nur vor, welche Umweltbelastungen, die dadurch entstehen, akzeptiert werden. Die Preisgestaltung in diesem Rahmen, ist allein Aufgabe und Problem der Verkäufer. Auch hier gilt – Angebot und Nachfrage regeln den Preis. Das gilt für Benzin, ebenso wie für Strom. Die Kunden müssen nur lernen, nicht jeden Preis zu akzeptieren. Das geht auch ohne diffuse Ängste, um des Deutschen liebstes Kind, das Auto.

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