Keine Einigung im Zwischenlagerstreit

Erneut wurde die Entscheidung über das fehlende Zwischenlager für Atommüll verschoben. Auch diesmal konnten sich Bund und Länder nicht nur nicht über einen möglichen Standort einigen, noch immer gibt es keine Vereinbarung über die Parameter, wie diese Wahl stattzufinden habe. Zumindest konnten sie beschließen, dass im Januar nächsten Jahres drei Standorte für Zwischenlager bestimmt werden sollten. Bisher haben die Landesregierungen von Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein eingewilligt, einen Ort für jeweils ein Zwischenlager zur Verfügung zu stellen. Das reicht für den bis dahin anfallenden Atommüll jedoch nicht aus. „Es wird ein drittes Land geben müssen“, erklärt Schleswig-Holsteins Ministerpräsident, Torsten Albig. Als drittes Bundesland erwarten die beiden rot-grün regierten Länder eine „faire Lastenteilung“ und damit die Zustimmung eines von CDU oder FDP regierten Bundeslandes. Aktuell fungieren, aufgrund fehlender Alternativen, die Gelände der deutschen Atomkraftwerke als Zwischenlager für verbrauchte Brennelemente. Die früher praktizierte Wiederaufbereitung deutscher Brennstäbe im Ausland wurde inzwischen verboten, ohne das mögliche Zwischenlager bestimmt werden konnten.

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