Klage nach PFT-Skandal erhoben

Nach dem PFT-Skandal aus dem Jahre 2006 hat die Staatsanwaltschaft Bielefeld nun Anklage gegen insgesamt sieben Männer und eine Frau erhoben. Sie müssen sich mit dem Vorwurf der Gewässer- und Bodenverunreinigung konfrontiert sehen. Ein Angeklagter ist der Geschäftsführer der Unternehmen TerraVital aus Bleicherode (Thüringen) und der GW-Umwelt aus Paderborn-Borchen (NRW).

Nachdem 2006 in der Ruhr eine erhöhte Konzentration der kanzerogenen, also krebserregenden perfluorierten Tenside (PFT) gemessen wurde seitens der Behörden nach der Ursache geforscht. Diese wurde dann auf Feldern ermittelt, die mit einem „Bioabfall-Gemisch“ gedüngt wurden. Dieser aus industriellen Abwässern gewonnene Dünger hatte seinen Ursprung in Belgien und den Niederlanden und wurde in den Kreisen Soest und Paderborn, sowie im Hochsauerlandkreis auf die Felder gefahren.

Betroffen von den Verunreinigungen war das Grundwasser, welches in den Flüssen Ruhr und Möhne mündete. Durch die Verunreinigungen mussten Aktivkohlefilter eingesetzt werden, welche mehrere Millionen Euro Kosten verursachten.

Sollte es zu einer Verurteilung kommen, so drohen den Angeklagten bis zu zehn Jahre Haft.

Der Skandal bringt allerdings auch eine positive Entwicklung mit sich. Durch das in der Presse viel zitierte PFT wurden Industrieabwässer untersucht. Es wurde dabei festgestellt, dass viele Abwässer verunreinigt sind. Die Konzentrationen konnten seit dem Skandal um ein Vielfaches reduziert werden.

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