Öl verpestet Natur in Louisiana

Die befürchtete Katastrophe ist eingetreten. Das Öl der zerstörten Ölplattform im Golf von Mexiko, hat die Küste Louisianas erreicht und bereits etliche Kilometer des Marschlandes vergiftet. Auf einer Länge von 38 Kilometern ist sämtliches Leben abgestorben. Marsch- auch Schwemmland genannt zeichnet sich durch die hohe Fruchtbarkeit seiner Böden aus. Hier gedeihen oft Pflanzen und im Verbund mit ihnen auch Tiere, die andernorts selten anzutreffen sind. Das sensible ökologische Gleichgewicht ist hier jedoch irreversibel zerstört.

Auch wirtschaftlich werden jahrzehntelange Folgeschäden erwartet, da Fischfang, Shrimps-und Austernzucht auf unbestimmte Zeit zum erliegen kommen muss. „Wir machen uns große Sorgen, dass dies erst der Anfang ist„, warnt der Gouverneur des Bundesstaates Louisiana. Die britische Ölfirma BP war auf die Folgen einer möglichen Explosion, die zu dieser verheerenden Katastrophe führte nicht vorbereitet, so dass vier Wochen lang täglich ca. 5000 Barrell Rohöl ungehindert in den Golf von Mexiko strömen konnten. Auch hatte die Firma lange über die tatsächliche Menge des austretenden Rohöls falsche Angaben gemacht. Ob und in welcher Form sie für ihr Versagen zur Verantwortung gezogen werden, ist zum Zeitpunkt noch unklar.

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