Verstärkt Piranhas-Angriffe in Brasilien

Wie wohl Jeder aus einschlägigen Horrorfilmen weiß, sind Piranhas räuberisch lebende Fische in Südamerika. Obwohl sie nur 15 bis maximal 40 Zentimeter groß werden, haben ihre Opfer kaum eine Chance. Das liegt an ihrem stark ausgeprägtem Schwarmverhalten und ihrer, für Fische dieser Größe eher seltenen Aggressivität. Da sie jedoch nicht wählerisch sind und auch Aas fressen, haben sie eine wichtige Funktion bei der Sauberhaltung der Gewässer in denen sie leben. In den vergangenen Jahren kam es jedoch immer häufiger zu Angriffen von Piranhas-Schwärmen auf größere Wirbeltiere. Die Ursache dafür ist die hohe Überfischung der Gewässer, wodurch Piranhas einerseits weniger Futter finden und andererseits auch kaum noch Feinde haben. Die bisher in den Medien völlig übertrieben dargestellte Gefährlichkeit der Tiere, ist durch diese Änderung ihres Lebensumfeldes erheblich gestiegen. Waren es bisher nur Einzelfälle, in denen schwimmende Menschen von Piranhas verletzt wurden, so hat sich die Zahl dieser Vorfälle inzwischen erhöht. Einen an Horrorfilme erinnernden Angriff von Piranhas gab es jetzt in Brasilien. Mehrere Dutzend Badegäste in Bundesland Piaui, wurden von Piranhast angegriffen und gebissen. Weil Piranhas sehr scharfe Zähne haben und, ähnlich wie Haie, mit Rüttelbewegungen das angebissene Fleischstück herausreißen, dürften die Verletzungen für die Badegäste sehr schmerzhaft gewesen sein. Außerdem besteht eine hohe Infektionsgefahr, da Piranhas selbst gegen viele Krankheiten immun sind und deshalb auch kranke und teilweise verweste Tiere problemlos fressen können. Getötet oder lebensgefährlich verletzt, wurde allerdings keiner der angegriffenen Menschen. Wie das brasilianische Umweltministerium mitteilte, plant die Regierung jetzt das ökologische Gleichgewicht wieder zu verbessern, indem 100.000 Tilapia-Fische in den betroffenen Gewässern ausgesetzt werden. Diese sind einerseits Nahrung für die Piranhas, andererseits fressen Tilapi-Fische bevorzugt Piranhas-Eier, wodurch deren Population wieder auf ein normales Maß schrumpfen soll.

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