Ausmaß der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko soll von US-Forschern berechnet werden

Nach der Explosion der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ am 20. April diesen Jahres liefen bis zur Wiederverschließung 87 Tage später knapp 700 Millionen Liter Öl ins Meer. Dies wurde in einer Studie von Meereswissenschaftlern der US-Universität Columbia im Magazin „Science“ veröffentlicht. Die Wissenschaftler hatten sich nach eigenen Angaben zum Ziel gesetzt, den Angaben der Betreibergesellschaft BP und der US-Regierung eine unabhängige, wissenschaftlich fundierte – und damit besonders glaubwürdige – Schätzung entgegenzustellen. Dafür wurden die verschiedensten Unterwasseraufnahmen genauestens unter die Lupe genommen. Auf den Bildern untersuchten sie Pixel für Pixel welche Strömungsmuster und Wasserturbulenzen aufgenommen wurden, um auf das Volumen des ausströmenden Öls zu schließen.

Demnach flossen zunächst 56.000 Barrel Öl pro Tag ins Meer. Nach dem 3. Juni, als das Ventil an der Ölleitung abgesägt worden war, erhöhte sich die Menge auf 68.000 Barrel täglich. Rund 804.000 Barrel wurden von BP-Ingenieuren an der Ölquelle abgesaugt, so dass unterm Strich 4,4 Millionen Barrel ausgeflossenen Öls standen. Die US-Regierung hatte die Menge des ins Meer geströmten Öls zuletzt auf 4,1 Millionen Barrel geschätzt.

Der Studienautor Timothy Crone bestätigte, dass die Untersuchung anhand modernster Computertechnik bestätigt habe, dass es sich „um den größten maritimen Ölunfall aller Zeiten“ gehandelt habe.

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