Bienen für Landwirtschaft wichtiger als angenommen

Wie eine Untersuchung an der Universität Göttingen ergab, ist der Nutzen von Bienen für die Landwirtschaft noch weit größer, als bisher angenommen. So zeigte sich, unter anderem auf Versuchsfeldern mit Erdbeerpflanzen, das diejenigen Bereiche, die für Bienen erreichbar blieben, größere und kräftiger gefärbte Früchte trugen, als die Areale, die vor der Blüte abgedeckt worden waren. Sogar Festigkeit und Haltbarkeit der Erdbeeren waren besser, die von durch Bienen bestäubten Pflanzen stammten. Allein auf dem deutschen Erdbeermarkt würde sich der Umsatz, fiele die Bestäubung durch Bienen weg, um rund 236 Millionen Euro pro Jahr verringern. Seit Jahren bereitet das anhaltende Bienensterben den Umweltschützern, Wissenschaftlern und verstärkt auch den Landwirten Sorge. Als Ursache dafür gilt der flächendeckende Einsatz von Pestiziden und die wachsende Luftverschmutzung. Dadurch werden die Tiere geschwächt und sind anfälliger für natürliche Feinde und Parasiten, wie beispielsweise die Varroamilbe. Zudem überstehen viele durch Umweltgifte geschwächte Bienenvölker die Winter nicht mehr. Nach bisherigen Hochrechnungen beträgt der globale Anteil der Bienen an der Nahrungsmittelproduktion rund 9,5 Prozent. Das entspricht einem jährlichen Umsatz von 153 Milliarden Euro.

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