Das Umweltbundesamt legte jetzt einen Vorschlag vor wonach eine PKW Maut auf die Fahrstrecke erhoben wird, somit würde jeder nur für das zahlen was er auch wirklich fährt. Mit Toll Collect zahlen bereits seit 2005 LKW Fahrer für die Nutzung unserer Autobahnen, was im Jahr etwa drei Milliarden Euro einbringt. Bei Toll Collect ist bisher noch keine Anfrage weder aus der Politik noch vom Umweltbundesamt eingegangen welche Mautszenarien möglich wären. Die Abrechnung nach Kilometern würde die Autofahrer teuer zu stehen kommen, selbst wenn die KFZ Steuer wegfällt so würden mehrere 100 Euro Mehrbelastung auf die Fahrer im Jahr zukommen. Unklar ist auch noch wie der Nachweis der gefahrenen Kilometer erbracht werden soll, ein Fahrtenlesegerät im Fahrzeug kostet in etwa auch 400 Euro die der Autofahrer zahlen müsste. Da ist es wahrscheinlicher das eine Vignette eingeführt wird die auch schon in anderen Staaten erfolgreich eingesetzt wird. Interessant ist das solche Vorschläge immer zum Sommer hin kommen. Man darf gespannt sein ob nicht auch irgendwann eine Flugzeug Maut erhoben wird für Flugzeuge die über Deutschland fliegen.
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Positiv oder Negativ? Zuschuss für Elektroautos
Die Idee der Elektroautos ist in erster Linie eine gute. Um die CO2-Problematik in den Griff zu bekommen, können Elektroautos einen Beitrag leisten.
Frankreich denkt über einen Zuschuss für jeden gekauften Elektrowagen nach. Demnach soll es 5000,- Euro für ein neu angeschafftes Elektroauto geben. Hört sich zunächst toll an. Wenn man jedoch anschaut, woher die Franzosen ihren Strom hauptsächlich beziehen, relativiert sich diese „umweltfreundliche“ Idee. Frankreich bezieht heute schon 70 Prozent des Stroms aus Atomkraft. In diesem Zusammenhang muss deutlich gemacht werden, woher der zusätzliche Bedarf durch die Elektroautos gedeckt wird. Werden dafür erneuerbare Energien eingesetzt, so werden die elektrischen Autos in Frankreich umweltfreundliche Fahrzeuge.
Berlin soll die Stadt der erneuerbaren Energien werden
Der regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) der Stadt Berlin, kündigte bei Bundeskanzlerin Angela Merkel an, dass er eine Elektromobiliät für seine Stadt plane und dies bei der Klimakonferenz im Mai zur Sprache kommen solle.
Wowereit äußerte sich optimistisch darüber, dass es möglich ist ein Klimaschutzgesetzes zu verabschieden, das die soziale Balance sicherstellt und gleichzeitig den CO2-Ausstoß verringert. Er räumte ein, dass manchen dies zu langsam ginge und es sicher nicht einfach wird, dieses Vorhaben umzusetzen, doch er möchte als einer der ersten Bürgermeister in Deutschland Vorreiter sein, dass ihm seinesgleichen nachziehen. Das Ziel der Klimakonferenz bis 2020 die Emissionen um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken, soll seiner Meinung nach nicht nur ein Ziel bleiben, sondern auch in die Tat umgesetzt werden.
Doch Kritiker befürchten, dass Wowereits Vorgehensweise zu erhöhten Mieten führen könnte und die Bürger dadurch belastet werden. Zur Beruhigung vieler, nannte Wowereit aber den Nutzen, der sich von neuen Heizanlagen und stärkerer Wärmedämmung in mehreren Jahren ergeben könnte und appelierte an die Hauseigentümer zinsgünstige Kredite zur Sanierung zu nutzen.
IHK-Präsident Eric Schweizer ist jedoch noch sehr skeptisch, da es die Politik bisher trotz vieler Initiativen nicht geschafft habe, einen langfristigen klima- und energiepolitischen Fahrplan aufzustellen. Er würde begrüßen, wenn Wowereit mit seinem Plan nicht erfolglos bleibt.
CSU will Atomkraftwerke mindestens zwei Jahrzehnte weiterführen
CSU-Wirtschaftsexperte Erwin Huber spricht sich in der Süddeutschen Zeitung dafür aus, dass die Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke „um mindestens zwei Jahrzehnte“ verlängert werden. Dieses sei notwendig, um in einem Energiemix aus erneuerbaren Energien und Atomkraft die „sichere, klimafreundliche und wirtschaftliche Energieversorgung“ sicherstellt.
Die CDU, CSU und FDP sprechen bei der Verlängerung gerne über eine „Brückentechnologie“, bis regenerative Energien genügend Potential besitzen, um eine hundertprozentige Energieversorgung zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang hört man jedoch von gleicher Seite wenig über die Folgen einer Verlängerung. Ein ganz wichtiger Aspekt ist dabei die Endlagerung für die anfallenden Brennstäbe.
Es gibt bis dato immer noch keine Endlager-Lösung. Die Problematik der Asse ist jedem noch in Erinnerung. Wie das Politmagazin Frontal21 in der Sendung vom Dienstag zeigte, war die Entscheidung für einen Standort Gorleben einzig eine politische. Gorleben wurde von den Wissenschaftlern niemals als geeigneter Ort genannt.
Die Umweltorganisation Greenpeace veröffentlicht jetzt nach und nach die Akten zu dem „Verfahren Gorleben“. Aus diesen geht ebenfalls hervor, dass es sich bei der Wahl des Endlager-Standortes lediglich um eine politisch gewollte Entscheidung handelte. Gorleben hätte auf Grund von Wassereinlagerungen niemals als Standort in Frage kommen dürfen, so der Greenpeace-Sprecher Mathias Edler.
Über 1.000.000 Jahre strahlt der Müll aus den Atomkraftwerken weiter und wir wissen bislang nicht, was wir mit diesem radioaktiven Müll machen sollen. Da muss schon die Frage erlaubt sein, ob finanzielle Interessen der Atomlobby dem Wohl der gesamten Menschheit Vorrang gegeben werden darf.
BUND warnt vor Elektrosmog
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V., kurz BUND, warnt angesichts der Vergabe neuer Mobilfunk-Frequenzen vor den Spätfolgen, vor allem in ländlichen Gegenden. In den Regionen in denen die Glasfaserkabel nicht ausgebaut sind, werden die neu erworbenen Funktechniken eingesetzt, die ein erhebliches Maß an Elektrosmog verursachen werden. Die Langzeitschäden seien noch zu wenig erforscht, so der BUND.
Viele Studien haben gezeigt, dass die erheblichen Mobilfunkstrahlungen dem Menschen und den Tieren Schaden zufügen. Beim Menschen sind vor allem Schlafstörungen ein Problem, aber auch bei den Tieren zeigen sich Verhaltensstörungen.
Wie der BUND auf seiner Webseite berichtet, gibt es in Deutschland zirka 260.000 Mobilfunkmasten und ungefähr zwei Millionen kleinere Anlagen.
Die Problematik mit dem Elektrosmog ist ein zwiespältiges Thema. Wer ist schon bereit heutzutage auf sein Mobiltelefon zu verzichten. Die Frage sei trotzdem erlaubt, ob es in Deutschland mehr Handys geben muss, als es Bürger in unserem Land gibt.