Das Gebiet um den Amazonas ist der wohl Artenreichste Landstrich der Welt. Hohe Feuchtigkeit gepaart mit Wärme sorgen hier für ideale Lebensbedingungen der Tiere und Pflanzen. Da große Teile des Amazonas-Gebietes noch immer nicht gänzlich erforscht sind, finden Wissenschaftler immer wieder neue Tier- und Pflanzenpopulationen. Allein in den vergangenen zehn Jahren wurden mehr als 12.000 neue Tiere und Pflanzenarten entdeckt. Bei der in Japan stattfindenden Artenschutzkonferenz konnten einige von ihnen jetzt vorgestellt werden. Insgesamt fanden die Biologen hier 637 neue Pflanzen, 257 Fische, 216 Amphibien, 55 Reptilien, 16 Vögel und sogar 39 unbekannte Säugetierarten. 12.000 neue Arten in zehn Jahren bedeutet, dass hier aller drei Tage ein neues Tier oder eine neue Pflanze entdeckt wird. „Der Bericht macht deutlich, dass wir noch viel mehr zu verlieren haben, als sich in Zahlen und Fakten darstellen lässt“, befürchtet Roberto Maldonado, der als Amazonas-Experte beim WWF in Deutschland arbeitet. In den vergangenen Jahren wurden bereits siebzehn Prozent der gesamten Fläche des Amazona-Gebiets zerstört. Das ist besonders tragisch, weil hier nicht nur eine unermesslich hohe Zahl an Tieren leben, sondern das Gebiet auch als wichtiger Stabilisator des Weltklimas fungiert.
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Elektroauto soll noch dieses Jahr eine Rekordstrecke zurücklegen
Die Lekker Energie GmbH möchte noch dieses Jahr mit alltagstauglichen Elektroautos eine Strecke von mindestens 300 Kilometern ohne Aufladen zurücklegen. Erst kurz vor der Fahrt werden Einzelheiten zu diesem Rekordversuch bekannt gegeben. Die lekker Energie GmbH ist ein Tochterunternehmen der ENERVIE Gruppe, die in Kürze in Deutschland mit neuen Produkten für Geschäfts- und Privatkunden in den Markt der Elektromobilität einsteigen will. Sie ist bereits seit sieben Jahren mit ihren Technologien auf dem deutschen Markt vertreten. Für eine Partnerschaft steht das Unternehmen derzeit in Verhandlungen mit The Mobility House GmbH Deutschland, einem Dienstleister für die Einführung innovativer Elektromobilitätslösungen. Ivo Grünhagen, Vorstandssprecher der ENERVIE Gruppe: „E-Mobility ist ein extrem wichtiges Zukunftsthema, und die lekker Energie wird diese praxisnah entwickelten Mobilitäts-Produkte der ENERVIE Gruppe bundesweit in Metropolen anbieten.“
Der Durchbruch soll mit dem „Lekker Mobil„, wie dieses getauft wurde, gelingen. Das Auto verfügt über vier Sitze, einen vollständig nutzbaren Kofferraum, Servolenkung, ABS, ESP, Airbags und Komfortfunktionen wie Klimaautomatik, Sitzheizung und Radio. Durch und durch kompakt und bedienerfreundlich. Dr. Thomas Mecke Vorsitzender der Geschäftsführung der lekker Energie GmbH erklärt: „Die Fahrt über mindestens 300 Kilometer wird weltweit der Durchbruch in der Elektromobilität sein. Wir erfüllen damit bereits fünf Jahre früher die Vorgaben des nationalen Entwicklungsplans der Bundesregierung, der das Überwinden einer solchen Strecke für das Jahr 2015 fordert.“ Lekker Energie und der gesamten ENERVIE Gruppe ist es wichtig, das praxisgerechte und alltagstaugliche Lösungen auf den Markt kommen“, so Dr. Mecke weiter. Nur so ist es möglich den Anforderungen bis 2015 gerecht zu werden und gewisse Absatzzahlen zu erreichen. Doch an den Preisen für die langsteckigen Elektroautos sollte noch gedreht werden, um den Anreiz zum Kauf zu geben.
Durchbruch in der Stammzellenzüchtung
Pluripotente Stammzellen sind so genannte „Alleskönner“, da sie noch nicht auf einen bestimmten Zelltyp festgelegt sind. Sie haben das Potential, sich in jeden beliebigen Zelltyp zu entwickeln, je nachdem wo sie von unserem Körper „eingesetzt“ werden. Dadurch eignen sie sich theoretisch auch zur gezielten Züchtung zerstörter Organteile. Erste Erfolge auf diesem Gebiet lassen auf baldige Anwendung in der Medizin hoffen. Dafür ist es allerdings notwendig, die Stammzellen auch außerhalb des menschlichen Körpers züchten zu können, um therapeutisch wirksame Mengen zu erhalten. Eine neue Methode zur Züchtung dieser Stammzellen ist jetzt US-Forschern der Harvard Medical School gelungen. Statt wie bisher Stammzellen zu Re-programmieren, werden dafür synthetisch veränderte RNA-Moleküle in die DNA der Zelle eingefügt, ohne das sich die Zelle sofort verändert. Dadurch können beispielsweise einfache Hautzellen in pluripotente Stammzellen umgewandelt und so lange vermehrt werden, bis die notwendige Menge erreicht ist. Erst nach dem Einsetzen an den Bestimmungsort, entwickeln sich die Zellen zu der jeweils gewünschten Zellart. Die Wissenschaftler der Harvard Medical School sind zuversichtlich: „Wir glauben, dass unser Ansatz das Potenzial hat, eine wichtige und vielleicht sogar die entscheidende Technologie für zell-basierte Therapien zu werden.“ Stammzellentherapien werden bisher vor allem bei sonst kaum zu heilenden Krankheiten wie Leukämie eingesetzt. Oft fehlt es jedoch an geeigneten Spendern, weshalb eine Züchtung aus eigenen Zellen vielen Krebskranken Patienten das Leben retten könnte.
Erschreckendes weltweites Planzensterben
Forscher des Londoner Naturkundemuseum und der Weltnaturschutzunion (IUCN) teilten aufgrund einer neuen Studie mit, dass jede fünfte Pflanze vom Aussterben bedroht ist. Bei der Untersuchung von 4000 beispielhaft herausgegriffenen Arten seien 22 Prozent als bedroht eingestuft worden. Als Hauptgrund für das Aussterben sehen die Forscher den Einfluss der Menschen. Die Rodung der Regenwälder reduziere den Lebensraum von Fauna und Flora. Stephen Hopper, Leiter der Kew Royal Botanic Gardens in London erklärte: „Pflanzen sind die Basis allen Lebens auf der Erde, sie liefern saubere Luft, Wasser, Nahrung und Brennstoff.“ Hopper weiter: „Das gesamte Tier- und Vogelleben hängt von ihnen ab, und wir auch.“ Mitte Oktober soll nun eine Rote Liste gefährderter Pflanzen im Vorfeld der UN-Konferenz zur Artenvielfalt in Japan vorgestellt worden. In dieser Liste soll eine genaue Dokumentation über die gefährdeten Planzen erfolgen und die Entwicklung von ungefähr 380.000 Pflanzenarten dokumentiert werden.
In 140 Tagen mit dem Solarschiff um die Welt
Die erste Weltumrundung mit dem Katamaran der ausschließlich mit Solarenergie betrieben wird ist in Monaco gestartet. Das Boot wird ab sofort mit durchschnittlich 8 Knoten, rund 15 Kilometern pro Stunde unterwegs sein um die 40.000 Kilometer zu bewältigen. Das Schiff ist rund 31 Meter lang und 15 Meter breit. Die Batterien wiegen 13 Tonnen, knapp ein Viertel des Gesamtgewichts von 60 Tonnen. Auf dem großen Deck von 530 Quadratmetern befinden sich insgesamt 825 Solarmodule mit 38.000 Photovoltaikzellen. „Tûranor PlanetSolar“, wie das Boot genannt wird, kann aufgrund von Solarspeichern drei Tage auch ohne Sonnenschein fahren. Bei dem Katamaran handelt es sich um ein deutsches Fabrikat. Es wurde in der Kieler Schiffswerft Knierim gebaut. Die Kosten für den Bau betrugen rund 12,5 Millionen Euro.
Die Skipper Raphaël Domjan und Gérard d’Aboville hatten die Idee der Weltumrundung von Ost nach West. Die geplante Route führt entlang des Äquators, zunächst über den Atlantik, dann durch den Panamakanal in den Pazifik und von dort über den Indischen Ozean und Suezkanal wieder zurück ins Mittelmeer. Doch das Boot wird sich nicht nur auf dem Meer befinden. Es sind auch mehrere Zwischenstopps an größeren Häfen geplant. In Miami, Cancún, San Francisco, Sydney, Singapur, Abu Dhabi wird der Katamaran wahrscheinlich zu sehen sein. Ziel der Wissenschaftler ist es bei der Weltumrundung die erneuerbaren Energien weiter zu erforschen. Viel Glück der sechsköpfigen Crew. Sie werden wahrscheinlich nach ihrer Tour feierlich zurück erwartet.
