Archiv der Kategorie: Wissenschaft

Weniger Fleisch für besseres Klima

Für den Umweltschutz auf Fleisch verzichten – das ist das Fazit, dass sich aus den Untersuchungen der Potsdamer Klimaforscher ergibt. 14 Prozent, der für das Klima so schädlichen Schadstoffe, fallen in der Landwirtschaft an. Besonders der Ausstoß von Methan und Lachgas, könnte um 80 Prozent reduziert werden, wenn der Konsum von Fleisch und Milch zu Gunsten von pflanzlichen Produkten gesenkt werden würde, da ein Großteil des Gases bei der Düngung der Felder für die Futtermittel anfällt. Es reicht auch nicht, dies nur national zu betrachten, da die Folgen der Klimaänderung vor unseren Grenzen keinen Halt macht. Ohnehin fallen die meisten schädlichen Abgase in den großen Industrienationen an. Die Studie weist darauf hin, dass auch in erster Linie in diesen Ländern der Ausstoß verringert werden muss: «Viele arme und unterernährte Menschen in Entwicklungsländern, die häufig an Proteinunterversorgung leiden, können ihren Konsum nicht weiter einschränken. Im Gegensatz dazu hätte eine weniger fleischhaltige Ernährung in Industrienationen positive Gesundheitseffekte».

CCS-Speichertechnik: Risiken für unser Trinkwasser

In einer veröffentlichten Stellungnahme im „Spiegel“ warnen Unternehmen die Regierung, die Speicherung von Kohlendioxid zu genhemigen. Jedoch ist nach Ansicht der norddeutschen Wasserwirtschaft die Speicherung von Kohlendioxid in tiefen Gesteinsschichten ein unkalkulierbares Risiko. Nach Ansicht der Wasserversorger führt die unterirdische Lagerung von CO2 zu einer Verdrängung des stark salzhaltigen Wassers aus tiefen Schichten. Möglicherweise kann es zu einer Versalzung und irreversiblen Kontamination des Grundwassers mit Schadstoffen kommen. Hiervon wären sämtliche Versorger betroffen und somit auch alle versorgten Haushalte.

Mit der umstrittenen CCS-Speichertechnik wird Kohlendioxid aus Kohlekraftwerken unterirdisch gelagert, um so das Klima zu schützen, doch vielleicht geschieht dies zu Lasten des Grundwassers.

Pottwale: Schleudern mit Eisen um sich

Einen interessanten und für unser Ökosystem wichtigen Zusammenhang, haben Biologen jetzt bei näherer Untersuchung des Lebens der Pottwale gefunden. Die 12.000 in den südlichen Ozeanen lebenden Pottwale, scheiden pro Jahr circa fünfzig Tonnen Eisen aus. Dies ist ein wichtiger Teil der Nahrung von Plankton. Plankton besteht aus winzigen Algen, die an der Meeresoberfläche schwimmen. Diese nehmen CO2 aus der Atmosphäre auf, und scheiden wiederum Sauerstoff aus. Wissenschaftler haben jetzt errechnet, dass sich durch die „Eisenproduktion“ der Pottwale so viel neues Plankton bildet, dass dadurch die CO2-Emissionen von 40.000 PkW ausgeglichen wird. Natürlich kann man das Leben der Tiere, die mit uns den Planeten teilen, nicht auf ihre Nützlichkeit reduzieren. Da aber in der kommenden Woche in Marokko die Internationale Walfangkommission über eine weitere Lockerung des Walfangverbotes für Länder wie Japan und Island berät, ist diese neue Erkenntnis für Umwelt-und Tierschützer ein weiteres Argument, um den Abschuss der großen Meeressäuger möglicherweise zu verhindern.

Was machen Orang Utans im Zoo?

Eine interessante Untersuchung hat die Universität Melbourne im Zoo der Stadt durchgeführt. Orang Utans, die durch eine Glasscheibe von den Besuchern des Zoos getrennt sind, wurden dabei beobachtet, dass sie verstärkt Plätze aufsuchen, von denen aus sie die Besucher gut beobachten können. Als die Zoologen einen Teil der Glasscheibe verdeckten, wechselten die Tiere auf die Plätze der anderen Seite. Bisher hatte man angenommen, dass die Menschenmassen, die den Zoo besuchen eine psychische Belastung füe die Tiere darstellen. Das trifft aber offensichtlich nicht auf alle Arten zu. Für die Menschenaffen jedenfalls scheint das Schauspiel, dass ihre menschlichen Verwandten aufführen, recht attraktiv zu sein. Alle höheren Tiere besitzen eine ausgeprägte Lernfähigkeit, die es ihnen ermöglicht, sich ändernden Umweltbedingungen anzupassen. Ein Großteil der durch Beobachtungen erlernten Fähigkeiten werden innerhalb einer Population an den Nachwuchs weiter gegeben. So wurde beispielsweise in der freien Wildbahn, bei verschiedenen Menschenaffen-Stämmen auch ein unterschiedlicher Umgang mit Werkzeugen beobachtet. Folgend auf den Beobachtungen im Melbourner Zoo stellt sich jetzt die Frage, in wie weit die Tiere durch die sie besuchenden Menschen in ihrer Entwicklung beeinflusst werden.

Riesenkrokodile surfen statt schwimmen

Jahrelang rätselten Zoologen, wie es zu der weiten Verbreitung der Riesenkrokodile auf verschiedenen Kontinenten kommen konnte. Denn, obwohl sie einen Großteil ihres Lebens im Wasser verbringen, sind sie extrem schlechte Schwimmer. Jetzt hat Hamish Campbell von der Universität Queensland, 27 Leistenkrokodile mit einem Sender ausgestattet und so ihr Wanderverhalten genau nachvollziehen können. Es stellte sich heraus, das die Tiere nur weiter „schwammen“, wenn eine günstige Strömung in die gewünschte Richtung vorhanden war. Sonst warteten sie einfach an Land auf bessere Bedingungen. Knapp 600 Kilometer konnten die Krokodile auf die Art in 25 Tagen zurücklegen. Das erklärt auch den großen Verbreitungsraum dieser Tiere, der sich über 10.000 Kilometer erstreckt. Bis zu neun Metern werden Salzwasserkrokodile lang und haben praktisch keine natürlichen Feinde.