Fauna

NABU fordert neue EU-Richtlinien für ökologische Landwirtschaft

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Deutsche Naturschutzverbände planen, zukünftig durch bessere Zusammenarbeit die NABU-Agrarkampagne zu unterstützen. Diese beinhaltet beispielsweise die Verhinderung großflächiger Umbrüche von Landschaften, zugunsten der industriellen Agrarwirtschaft und Massentierhaltung. Statt dessen soll die EU-Agrarpolitik eine Neuausrichtung erfahren, die eine zukunftsträchtige Landwirtschaft gewährleistet. Dafür darf Naturschutz nicht als Problem, sondern der Erhalt natürlicher Kulturlandschaften als Chance, auch für die Landwirtschaft, begriffen werden. Dies lässt sich jedoch nur mit einer konsequenten, effektiven Weiterentwicklung einer nachhaltigen Landwirtschaft erreichen. Hierfür hat NABU einen Forderungskatalog aufgestellt und an die EU-Agrarkommission geschickt. Er beinhaltet neben dem Verbot von Grünlandumbruch die Einführung einer dreigliedrigen Fruchtfolge, den Erhalt von seltenen oder in ihrer Menge abnehmenden Biotopen, wie Tümpel, Gräben oder Hecken zwischen den Ackerflächen und das Verbot auf Grün- und Weideland Pestizide oder Gülle zu versprühen. Auch sollten verstärkt Bäume und Hecken als Saumstreifen Feld- oder Weideland umranden, um Kleintieren Unterschlupfmöglichkeiten zu bieten. Die NABU-Mitarbeiter sind sicher, dass in den vergangenen Jahren bereits in weiten Teilen der europäischen Bevölkerung ein Umdenken statt gefunden hat und die Menschen bereit sind – schon im Eigeninteresse – die ökologische Landwirtschaft zu unterstützen.

Ist die Asiatischen Buschmücke in Deutschland eine Gefahr?

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Das Leibnitz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung Münchberg warnt aktuell vor der Asiatischen Buschmücke und anderen exotischen Mückenarten, die gefährliche Krankheiten verbreiten und immer häufiger auch in Deutschland anzutreffen sind. Vor allem in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wurde in den vergangenen Monaten große Populationen der aggressiven Mückenart gefunden. Sie sind als Überträger vieler Viren, wie beispielsweise des West-Nil-Virus bekannt. Auch wurden in Deutschland schon Mücken die mit Malaria-Viren und dem Dengue-Fieber infiziert waren nachgewiesen. Als problematisch sehen die Forscher zudem, dass die Buschmücke (Aedes japonicus) in ihrem Verbreitungsgebiet die dort lebenden harmloseren einheimischen Mückenarten verdrängen. Begünstigt wird die Verbreitung der exotischen Stechmückenarten durch die Klimaerwärmung. Um einen Überblick über die Veränderungen der deutschen Fauna zu behalten und auf Gefahren durch neue exotische Krankheiten vorbereitet zu sein, stellen Biologen an Seen und Flüssen Mückenfallen auf. Dadurch behalten sie einen Überblick über die deutschlandweit vorkommenden Mückenpopulationen und deren Verschiebungen.

Spuren eines Wolfes in Schleswig-Holstein gefunden

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Erstmals seit Jahren wurde auch in Schleswig-Holstein wieder ein frei lebender Wolf gesichtet. Den Angaben des Kieler Landesumweltministeriums zufolge, wurde ein männlicher Wolf anhand von Kotproben als solcher identifiziert. Gesichtet wurde er bisher noch nicht, was aber nicht weiter verwundert, da Wölfe sehr scheue Tiere sind. Seit vor 190 Jahren der letzte Wolf in Schleswig-Holstein geschossen wurde, gilt er dort als ausgestorben. 2007 lebte kurzzeitig ein Wolf wieder im Norden des Bundeslandes, der allerdings auf einer Landstraße überfahren wurde. Seit 1990 siedeln sich allmählich – aus Polen kommend – wieder Wölfe in Deutschland an. Kleine Rudel leben bereits in Sachsen, Mecklenburg und Brandenburg. Wölfe ernähren sich fast vollständig von Wildtieren, so dass sie keine Gefahr für die Tierhaltung, oder den Menschen darstellen. Sie stehen unter Naturschutz und sind so vorsichtig, dass ihr Auftreten bisher hauptsächlich anhand ihrer Kotspuren und Pfotenabdrücke verfolgt werden kann.

Mysteriöses Schildkrötensterben in Australien

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Ein mysteriöses Massensterben von Schildkröten beschäftigt derzeit Wissenschaftler und Zoologen in Australien. Über 70 tote Tiere wurden in der letzten Juni-Woche im Nordosten Australiens an die Strände gespült. Betroffen von diesem Massensterben sind ausschließlich Grüne Meeresschildkröten. Die toten Wasserschildkröten machten einen wohlgenährten und gesunden Eindruck. Wie die Naturschutzbehörde des Bundesstaates Queensland bekannt gab, konnte die Ursache des Sterbens noch nicht identifiziert werden. Alle bisherigen Tests auf Parasiten oder Vergiftungen durch Chemikalien verliefen ergebnislos. “Es ist ein völliges Rätsel”, erklärt Martin McLaughlin, der Sprecher der Naturschutzbehörde in einem Interview. Trotzdem befürchten die Mitarbeiter der Behörde, dass es sich bei der Ursache des Vorfalls um eine ansteckende Krankheit handeln könnte und diese durch frei laufende Haus- und Wildtiere, die von den toten Tieren fressen, verbreitet wird. Verschiedene Naturschutzvereine halten es aufgrund des guten Gesamtzustandes der Kadaver allerdings für wahrscheinlich, dass sich nach weiteren Untersuchungen eine durch Menschen verursachte chemische Vergiftung als Grund herausstellen wird.

Wombatsterben in Australien

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In Australien ist die Population der Wombats, eines der bekanntesten Tiere des Kontinents, erheblich gesunken. Die possierlichen Beuteltiere sterben derzeit an einer noch nicht näher erforschten Leberkrankheit, von der in einigen Regionen des Landes schon bis zu 85 Prozent der Tiere befallen sind. Betroffene Tiere verlieren schnell an Gewicht und leiden unter massivem Fellausfall. “Man kann schon ihre Knochen sehen, und sie bewegen sich kaum noch”, schildert Naturforscher Peter Clement die Situation. “Sie sitzen einfach nur den ganzen Tag in der Sonne und versuchen sich zu wärmen”. Bei Wompats, die sonst nur Nachtaktiv sind, ist dies ein alarmierendes Zeichen. Als Grund vermuten die Zoologen, dass die auf Gräser, Moose und Wurzeln spezialisierten Tiere zu wenig Nahrung finden und deshalb verstärkt auch giftige Pflanzen fressen. Bisher gehörten Wombats zwar nicht zu den gefährdeten Tierarten in Australien, doch die vergangene Dürre und das dadurch stark dezimierte Nahrungsangebot, könnte zum Aussterben der kleinen Beuteltiere in mehreren Regionen führen. Um dies zu verhindern müsste großflächig Futterpflanzen für die Tiere ausgesät werden, wie die Zoologen empfehlen.

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