Zumindest wenn man nach dem aktuellen Klimaschutz-Index 2008 von Germanwatch geht. Dort nimmt Deutschland den 2. Platz direkt nach Schweden ein und kann so gegenüber dem Vorjahr 2 Plätze gutmachen.
Schlusslichter sind Australien (Platz 54), die USA (Platz 55) und Saudi-Arabien (Platz 56).
Auch bei den Emissionen gibt es Änderungen zu verzeichnen. Zwar liegen die USA immer noch auf Platz 1, aber die Schwellenländer wie China und Indien holen weiterhin stark auf und steigern so stetig ihre Emissionen.
Sollen die Treibhausgase ernsthaft zurückgehen bedarf es einer ernsthaften Anstrengung der Weltgemeinschaft. Große Industriestaaten und die Schwellenländer müssen dringend mit ins Boot genommen werden.
Man könnte meinen das Wetter und Klima in Europa spielt verrückt. In Südeuropa toben seit Wochen die schlimmsten Waldbrände seit Jahren. Dazu kommen Temperaturen bis zu 45 Grad. Zur gleichen Zeit steht in vielen Städten und Gemeinden von England das Wasser der Fluten noch auf den Straßen. Auch Rumänien hatte in diesem und letzen Jahr mit einigen Wetterkapriolen zu kämpfen.
Ob es sich hier schon um die Vorboten der laufenden Klimaveränderung handelt ist umstritten. Einige Wissenschaftler weisen darauf hin, dass es auch früher schon zu Extremereignissen in Europa und der Welt gekommen ist. Das mag auch richtig sein, aber es scheint doch etwas nicht zu stimmen, wenn wir nun schon jedes Jahr neue Klima- und Wetterrekorde aufstellen.
Mit dem Wetter muss doch etwas nicht stimmen. Im letzten Jahr gab es fast jeden Monat einen neuen Klimarekord zu vermelden. So auch im April – bis zu 30 Grad in weiten Teilen Deutschlands und das zu Monatsmitte.
Dieser April war somit mindestens so heiß wie seit 1901 nicht mehr – ist das noch normal?
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat die Folgen des Klimawandels für Deutschland mal in Zahlen gefasst, die man auch verstehen kann. Bis zur Mitte des Jahrhunderts würde für unsere Volkswirtschaft einen Schaden von 800 Milliarden Euro entstehen und die Wirtschaft stark schädigen. Primär würden diese Schäden auf Umweltkatastrophen zurückzuführen sein. Noch gäbe es einen kleines Zeitfenster dieser Klimaveränderung entgegenzuwirken. Allerdings benötigt dies eine globale Anstrengung.
Der heutige EU-Klimagipfel war ein voller Erfolg für die EU-Ratspräsidentin Merkel. Die Länder der Europäischen Union einigten sich auf eine gemeinsame Klimapolitik.
So sollen bis zum Jahre 2020 der Anteil der erneuerbaren Energien auf 20% steigen. Die Treibhausgase sollen hingegen im gleichen Zeitraum um ein Fünftel minimiert werden. Bis 2050 sollen sogar 60 – 80 Prozent weniger Treibhausgase produziert werden.
Sehr ehrgeizige Ziele, aber genau diese werden benötigt. Man kann nur hoffen, dass Länder wie die USA und China auf den Klimaschutzzug mit aufspringen.
Wir haben es schon seit Wochen vermutet und nun ist es offiziell. Der Winter 2007/ 2008 ist ein Rekordwinter. Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahre 1901 gab es keinen so milden Winter wie diesen. Genaugenommen war dieser “falsche” Winter 4,1 Grad zu warm.
Ist dieser Rekord nun ein Vorbote des Klimawandels, oder doch nur ein Ausnahme-Winter?! Die Wahrheit wird wohl irgendwo in der Mitte liegen.
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