Die UNO hat eine Expertengruppe mit der Erforschung des Artensterbens beauftragt. Diese soll alle Regierungen weltweit mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen über die sich verringernde Artenvielfalt und ihre jeweiligen speziellen Ursachen versorgen. Die Arbeitsweise des Gremiums soll ähnlich strukturiert werden, wie die des Weltklimarates, der seit über drei Jahren alle Studien über den Klimawandel zusammenfasst und auswertet. In drei Jahren soll die neue Forschergruppe die erste Analyse der gesammelten Daten vorlegen. Achim Steiner, der Chef des UN-Umweltprogramms (UNEP), halt die Entscheidung der UNO für einen wichtigen Schritt, um das Aussterben vieler Arten zu reduzieren. Für ihn ist es ein Durchbruch bei der Organisation einer globalen Antwort auf den Verlust von lebenden Organismen und Wäldern, Gewässern, Korallenriffs und anderen Ökosystemen“. Das Ziel der geplanten Arbeit ist es, schnell effiziente Maßnahmen gegen das weitere Aussterben vieler Tier- und Pflanzenarten ergreifen zu können. Bedroht sind aktuell 30 Prozent aller Amphibien, 20 Prozent aller Säugetierarten und weltweit 12 Prozent der Vogelarten.
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Sind Energiesparlampen gesundheitsschädlich?
Nach aktuellen Tests hat das Umweltbundesamt einen Report veröffentlicht aus dem hervorgeht, dass die neuen Energiesparlampen unter Umständen gesundheitsschädlich sein können. Geht eine dieser Lampen kaputt, kann das darin enthaltene Quecksilber in die Raumluft gelangen. Die dabei erreichten Werte zeigen eine Belastung, die 20 mal so hoch ist, wie gestattet. Angesichts dieser neuen Ergebnisse fordern Verbraucherschützer, dass die EU das Verbot für herkömmliche Glühbirnen wieder zurück zieht, zumindest so lange, bis eine sichere Alternative erhältlich ist. UBA-Präsident Jochen Flasbarth: „Das Quecksilber ist die Achillesferse der Energiesparlampen. Daher brauchen wir mittelfristig eine Lampentechnik, von der keine Quecksilberbelastung ausgeht“. Er rät insbesondere Eltern darauf zu achten, in Kinderzimmern und anderen von Kindern viel genutzten Räumen beim Kauf von Energiesparlampen darauf zu achten, dass diese eine Kunststoffummantelung zum Schutz vor Zerbrechen besitzt. Energiesparlampen enthalten je nach Fabrikat, bis zu fünf Milligramm Quecksilber. Herkömmliche Glühbirnen dürfen seit September dieses Jahres nicht mehr verkauft werden. Durch die elektrische Beleuchtung wurde bisher circa 19 Prozent des weltweit benötigten Stroms verbraucht. Durch den geringeren Wärmeverlust der Energiesparlampen wird mit einem wesentlich geringeren Stromverbrauch und damit auch einer Senkung des CO2-Ausstoß gerechnet.
Globale Erwärmung: Wieso wird es im Winter kälter?
Aufgrund des von uns verursachten Klimawandels erwarten uns zukünftig nicht nur heißere Sommer, sondern auch kältere Winter. Der Grund dafür liegt in den Luftströmungen. Das in der Arktis schrumpfende Eis führt dazu, dass dort die unteren Luftschichten aufgeheizt werden, was wiederum die Luftzirkulation verändert. Vladimir Petoukhov, vom Potsdamer Institut für Klimaforschung erklärt: „Diese Störungen könnten die Wahrscheinlichkeit des Auftretens extrem kalter Winter in Europa und Nordasien verdreifachen. Harte Winter wie der vergangenen Jahres oder jener 2005/06 widersprechen nicht dem Bild globaler Erwärmung, sondern vervollständigen es eher. Unsere Simulationen haben eine ziemlich deutliche nichtlineare Reaktion der Lufttemperatur und der Winde erkennen lassen, als wir im Rechner die Ausdehnung der Eisdecke haben schrumpfen lassen.“ Als ziemlich stark, bezeichneten er und seine Kollegen den Zusammenhang, zwischen dem schmelzenden Eis und den tieferen Temperaturen im Winter. Allmählich macht sich auch die Erkenntnis unter den Politikern der USA und China breit, dass es im Eigeninteresse ist, eine weitere Klimaänderung zu vermeiden. Wie der US-Energieminister Steve Chu jetzt bekannt gab, planen Peking und Washington zukünftig eine umfassende Zusammenarbeit bei der Entwicklung abgaßarmer Fahrzeuge und der allgemeinen Verminderung von Kohlendioxidausstoßes. In der größten Forschungskooperation, die bisher zwischen beiden Ländern vereinbart wurde, werden China und die USA 150 Millionen Euro zur Verfügung stellen, um neue und Abgaßarme Technologien zu entwickeln. Im Rahmen dieses Paktes verpflichten sich auch 60 der größten Städte weltweit freiwillig, ihren Ausstoß an CO² drastisch zu senken. Der Bürgermeister von Mexiko-Stadt, Marcelo Ebrard dazu: „Wir werden zum ersten Mal ein Abkommen unterzeichnen, das Ziele für die Reduzierung von Emissionen festlegt“. Dies soll vor allem auch als Vorbild für andere Städte dienen. Bleibt zu hoffen, dass es für eine gravierende Verbesserung nicht schon zu spät ist.
BMW baut zukünftig Elektroautos in Leipzig
Der bayrische Autohersteller BMW, hat mit dem Ausbau seines Autowerkes in Leipzig begonnen. Hier sollen zukünftig Elektroautos in Großserienfertigung entstehen. Zum Start der Umbauarbeiten fand ein großer Festakt statt, an dem auch Kanzlerin Merkel und der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich eingeladen waren. „Megacity Vehicle“, heißt das erste Modell, dass ab 2013 hier gebaut werden wird. Um seinen Energiebedarf so gering wie möglich zu halten,wird das Fahrzeug aus besonders leichten Kohlenstoffverbindungen hergestellt. Dafür investierte BMW circa 400 Millionen Euro in den Ausbau des Leipziger Betriebes. Konzernchef Norbert Reithofer erklärt in einem Interview der „Sächsischen Zeitung“; „Das Elektroauto wird schneller Normalität werden als wir dachten. Hürden wie die eingeschränkte Reichweite oder ein kostspieliges Netz öffentlicher Ladestationen erscheinen uns inzwischen unkritisch“. Er weist darauf hin, dass der Ausbau der Fertigung von Elektroautos als „klares Bekenntnis“ von BMW, für den Standort Deutschland gewertet werden darf.
Elektroauto stellt Rekord auf
Ein neuer Weltrekord für Elektrofahrzeuge wurde jetzt in Deutschland aufgestellt. Erstmals ist ein wirklich als Alltagstauglich einzustufendes Elektroauto von München nach Berlin gefahren, ohne einen Ladestopp einlegen zu müssen. Dabei kam es streckenweise auf ein Tempo von 130 Km/h. Sieben Stunden brauchte das Fahrzeug für die 605 Kilometer. Die lange Strecke war durch eine neue Akkutechnik ermöglicht worden, teilten das Technologieunternehmen DBM Energy und der Stromanbieter lekker Energie mit. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) lobte die Leistung der Ingenieure und bezeichnete sie als technologischen Sprung nach vorn. Bisher kamen Elektroautos mit einer Batterieladung nur 60 bis 70 Kilometer weit. Das Fahrzeug ist wie ein gewöhnliches Auto ausgestattet. Es hat vier Sitze, einen freien Kofferraum und Klimaanlage. Entscheidend für den Erfolg im Verkauf der Elektroautos wird jetzt sein, zu welchem Preis diese angeboten werden können.
