Archiv der Kategorie: Wissenschaft

Britannien vor 800.000 Jahren erstmals besiedelt

Vor rund 800.000 Jahren, 100.000 Jahre früher als wir bisher glaubten, wanderten die ersten Menschen nach Nordeuropa und wurden dort sesshaft. Gefundene Werkzeuge aus der frühen Steinzeit und Fossilien von Tieren und Pflanzen bestätigten diese neue zeitliche Einschätzung. Britische Wissenschaftler fanden Diese an der ostenglischen Küste in der Nähe von Happisburgh. Damit muss jetzt auch die bisherige Annahme widerlegt werden, dass die damaligen Menschen sich nur bis zum Alpenraum in Europa ausbreiteten und sich bei schwierigen Witterungsverhältnissen immer wieder in wärmere Gefilde zurück zogen.

2005 fanden Wissenschaftler in Suffolk Reste von menschlichen Gemeinschaften, die circa 700.000 Jahre alt waren. Deshalb hatte man seitdem angenommen, dass zu der Zeit die ersten Menschen dauerhaft in Europa sesshaft wurden. Und auch die aktuellen Funde, müssen nicht das letzte Wort auf dem Gebiet sein. Bereits vor 1,8 Millionen Jahren brachen die Frühmenschen auf, um sich von Afrika aus in der ganzen Welt zu verteilen. Das die Besiedelung Nordeuropas länger dauerte und vielleicht von einigen Rückzügen in südliche Richtung unterbrochen wurde, lässt sich natürlich auch jetzt nicht völlig ausschließen. Durch das raue Klima war ein Überleben mit den damals noch geringen Hilfsmitteln wesentlich schwieriger, als in Afrika oder Asien. Trotzdem scheint es den Menschen auch vor 800.000 Jahren schon gelungen zu sein, sich der unwirtlichen Umgebung anzupassen. So fanden die Forscher in Happisburgh Beweise dafür, dass sie in den mit Gras bedeckten Flussgebieten lebten und von der Jagd auf Mammuts, Nashörner und Pferde lebten.

„Solar Impulse“ – Solarflugzeug im Nachtflug

Am 07. Juli um 06.51 Uhr erhob sich das, von dem Schweizer Flieger und Abenteuerer Bertrand Piccard entwickelte, Solarflugzeug „Solar Impulse“, zu einem 25-stündigen Flug. Ausganspunkt war ein Militärstützpunkt im Westen der Schweiz. Nur 1600 Kilogramm wiegt das Flugzeug bei einer Flügelspanne von über 63 Metern, mit dem Piccard, der durch seine Non-Stop-Weltumrundung mit einem Ballon weltberühmt wurde beweisen kann, dass Solarflugzeuge genug Energie speichern, um auch ganze Nächte durch zu fliegen. Über die Schweiz und Frankreich ging der Flug; hauptsächlich in einer Höhe von circa 8500 Metern, um genug Sonne „tanken“ zu können. Dafür wurden die Flügel mit zwölftausend Siliziumzellen bestückt. Heute Vormittag um 09.03 Uhr, landete die Solar Impulse problemlos in Payerne, sogar eine Stunde später als geplant. Damit steht Piccards nächsten Plänen nichts mehr im Weg. Denn für ihn ist dieser Flug nur eine kleine Übung. In zwei Jahren will er, auch mit der Solar Impuls, die Welt in fünf Etappen umrunden.

Meilenstein bei der Wasserstoffgewinnung

Einer der wichtigsten Stoffe, für die saubere Stromerzeugung der Zukunft, besonders für die Fahrzeugindustrie, ist der Wasserstoff. Grund dafür ist der hohe Energiegehalt, bei einer sauberen Verbrennung. Deshalb ist Wasserstoff auch eines der wichtigsten Forschungsfelder, der Wirtschaft. Die Gewinnung des Wasserstoffs, erfolgt bisher durch die elektrolytische Spaltung des Wassers, oder aus Erdgas. Jetzt haben Wissenschaftler von der University of East Anglia den Grundstein gelegt, um für diesen sauberen Kraftstoff auch die Möglichkeit einer sauberen und preiswerten Gewinnung zu konstruieren. Sie haben einen günstigen Katalysator entwickelt, um Wasserstoff mithilfe von Licht, also photokatalytisch, zu spalten.

Die Effizienz ihrer Methode erreicht nach eigenen Angaben, 60 Prozent – ein neuer Rekordwert, der in der bisherigen Wasserstoffgewinnung nicht erreicht wird.

Älteste Fossilien entdeckt

Vor 4,5 Milliarden Jahren entstand unsere Erde. Jetzt haben Forscher die Fossilien von mehrzelligen Organismen entdeckt, die schon 2,1 Milliarden Jahre alt sind. Eine Sensation. Ging die Wissenschaft doch bisher davon aus, dass sich der Übergang von unbelebter zu belebter Materie, erst 200 Millionen Jahre später vollzogen hat. Bis zu zwölf Zentimeter lange Organismen, spürten französische Forscher in Westafrika auf und konnten sie einer Zeit zuordnen, in der man bisher nur die ersten einzelligen Lebewesen vermutet hatte. Insgesamt 250 dieser Fossilien fanden die Wissenschaftler vor Ort, deren Struktur in Schwarzschiefer verewigt wurden waren. Auch unterscheiden sich Diese schon in Form und Größe voneinander.

Die Umweltbedingungen, unter denen diese bisher ältesten gefundenen Organismen damals lebten, waren wesentlich schlechter, als die Heutigen. Zwar war der Sauerstoffgehalt schon deutlich gestiegen, doch die Zusammensetzung der Gashülle um die Erde war immer noch hoch giftig. Da so viele von diesen versteinerten Fossilien an gleicher Stelle gefunden wurden, gehen die Wissenschaftler davor aus, dass es sich um Kolonien von Mikroben handelt, wie sie in großen Algenmatten auch heute noch vorkommen. Das können jedoch nur Lebewesen, die schon über eine Möglichkeit verfügen, sich untereinander mit Signalen zu verständigen.

Forscher entdecken ausgestorbenen Raubwal

Die Riesenzähne eines ausgestorbenen Raubwals, haben Forscher an der peruanischen Küste entdeckt. Wissenschaftler hatten schon lange vermutet, dass es einen solchen Raubwahl vor rund 13 Millionen Jahren gegeben haben muss. Aufgrund der Zähne konnte man errechnen, dass die Tiere circa 14 Meter lang waren und als Beutetiere auch andere Walarten auf dem Speisezettel hatten. Wie Oliver Lambert vom Königlichen Belgischen Institut für Naturwissenschaften vermutet, müssen die Tiere: „…sehr große Tiere gefressen haben, und die häufigste Beute in dieser Gegend dürften Bartenwale mit einer Länge von sieben oder acht Metern gewesen sein.“ Der lateinische Name des Raubwals, lautet übrigens

Leviathan melvillei“ – nach dem Autor des berühmten Buches „Moby Dick“.